Software hilft der Polizei Schuhabdrücke zu identifizieren

18. Februar 2016 um 16:40
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Die Hochschule Luzern hat gemeinsam mit der in Root ansässigen Forensity AG einen Software zur Identifikation und dem Vergleich von Schuhspuren entwickelt.

Die Hochschule Luzern hat gemeinsam mit der in Root ansässigen Forensity AG einen Software zur Identifikation und dem Vergleich von Schuhspuren entwickelt. Involviert ist zudem die Universität Basel mit einer Bildsuchmaschine. Das von der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) geförderte Projekt soll noch in diesem Jahr als Cloud-basierte Applikation bei der Polizei zum Einsatz kommen, wie Thomas Stadelmann, Gründer und CEO der Forensity, zu inside-it.ch sagt.
Die Ermittler sollen damit in die Lage versetzt werden, auch unvollständige Schuhabdrücke von Tatorten weitgehend automatisch über eine Datenbank identifizieren zu können. Womit ein weiterer Prozess der Polizeiarbeit digitalisiert wird, der heute noch weitgehend manuell abgewickelt wird. Konkret soll auf zweifache Weise ein Abgleich mit den an einem Tatort ermittelten Schuhprofilen vorzunehmen sein. Zum einen könne die Polizei in der zugrunde liegenden Datenbank über die in Basel entwickelte Software nach dem Vorhandensein einer Referenzspur suchen. Zum anderen könne mit der an der Hochschule Luzern ausgearbeiteten Software nach einzelnen Charakteristika wie Kreisen, Strichbreiten oder Logos einer Schuhspur gesucht werden, so Stadelmann weiter.
In dem künftigem Produkt wird somit die reine Bildsuche mit der Suche nach Charakteristika von Schuhabdrücken kombiniert. Dazu hat Forensity als industrieller KTI-Projektpartner eine Datenbank aufgebaut, auf der derzeit zwischen 2'000 und 3'000 Referenzspuren hinterlegt sind, wie Stadelmann erklärt. Nicht zuletzt mit Hilfe des Schuhhandels soll es in fünf Jahren rund zehnmal mehr Referenzmaterial sein. Zudem habe man die beiden Programme so zusammengeführt, dass sie auf einem Userinterface benutzbar sind.
Das fertige Werkzeug namens "Find and Share Tracks" oder kurz FAST basiere auf der kantonsübergreifenden Schuhspur-Datenbank und werde von Forensity vertrieben. Beabsichtigt sei, wie Stadelmann sagte, diese Cloud-Lösung für die Polizei über eine Jahresgebühr jederzeit und überall verfügbar zu machen. Derzeit würden bereits Gespräche mit Schweizer Polizeien laufen, allerdings nennt Stadelmann keine konkrete Namen. (vri)

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