St. Galler Kantonspolizei testet Gesichtserkennung

29. Januar 2020 um 16:10
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Die Kantonspolizei prüft verschiedene Systeme, das Projekt befinde sich aber noch im Anfangsstadium.

In verschiedenen Kantonen ist die automatische Gesichtserkennung ein Thema. Das gilt auch für die St. Galler Kantonspolizei: Es seien bisher fünf Produkte getestet worden, bestätigte Hanspeter Krüsi, Sprecher der St. Galler Kantonspolizei, Informationen in einem Bericht der "NZZ". Bei einem möglichen Einsatz geht es Kantonspolizei vor allem auch um eine rasche und genaue Auswertung von Filmaufnahmen bei Ermittlungen.
Ein solches System müsse deutlich mehr können, als Gesichter von Personen zu erkennen, die frontal in die Linse schauen. Solche Situationen gebe es allenfalls an Flughäfen, so Krüsi. Der Normalfall sehe anders aus: "Die meisten Kameras filmen von oben."
Das Gesicht sei da kaum zu sehen, dafür etwa eine markante Nase, eine Mütze oder ein Teil eines Schuhs. Die Software müsste solche Merkmale erkennen können. Das sei schwierig, stellt der Polizeisprecher fest.
Das Projekt in St. Gallen stehe erst am Anfang. "Die Evaluation läuft weiter, es gibt noch keine konkreten Entscheide." Eine Beschaffung könne aber in den nächsten zwei Jahren zum Thema werden.
Während der deutsche Innenminister letzte Woche den vorläufigen Verzicht auf Facial Recognition an Bahnhöfen und Flughäfen ankündigte, gab die Metropolitan Police gleichzeitig deren Einsatz in London bekannt.

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