Sunrise gewinnt Millionen-Deal der Post

11. Juni 2014, 10:25
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Für knapp 23 Millionen Franken übernimmt Sunrise das Handling der Sprach-Dienste. Swisscom zieht den Kürzeren.

Für knapp 23 Millionen Franken übernimmt Sunrise das Handling der Sprach-Dienste. Swisscom zieht den Kürzeren.
Die Schweizerische Post bezieht Telekom-Voice-Dienstleistungen künftig nicht mehr von Swisscom, sondern von Sunrise. Der zweitgrösste Schweizer Telco hat den Zuschlag nach einer öffentlichen Ausschreibung erhalten. Der Deal hat einen Wert von 22,7 Millionen Franken.
Beim Projekt geht es im Wesentlichen um Sprach-Dienste. Sunrise sorgt für die Übergänge ins öffentliche Netz für die 15'000 IP-Telefonieanschlüsse (Festnetztelefonie) sowie die Carrierdienste und Services für die 40'000 Mobilfunkabos. Betroffen sind aber auch die WLAN-Verbindungen, welche es den PostAuto-Kunden ermöglichen, im Internet zu surfen. Ausserdem gilt das Abkommen auch für die Post-Tochter PostFinance. Der Vertrag läuft bis Ende 2016, wobei eine Option auf Verlängerung bis Ende 2018 vereinbart wurde.
Wie die Post auf Anfrage von inside-it.ch erklärt, spielten beim Entscheid für Sunrise und gegen Swisscom mehrere Kriterien eine Rolle: Anforderungen an die Services (Abdeckung, Inhouseversorgung, PWLAN in den Postautos etc.), Anforderungen an den Betrieb (Organisation, Helpdesk, Billing etc.), Applikationen (Unterstützung der Post-Applikationen, Gruppenruf, Unterstützung PWLAN etc.), unternehmensspezifische Kriterien (Kompetenz, Erfahrungen, Referenzen etc.) sowie natürlich Preis der Services und Dienste. "Im Mix der verschiedenen Kriterien vermochte Sunrise das Angebot von Swisscom zu übertreffen, beziehungsweise das günstigste Angebot einzureichen", so Post-Sprecher Bernhard Bürki.
Die Post bezieht indes weiterhin verschiedene Dienstleistungen von Swisscom, sagt Bürki. (mim)

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