Weko macht Druck auf Swisscom, Sunrise und Orange

28. November 2006 um 09:04
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Zu hohe Terminierungsgebühren - Weko winkt mit dem Zaunpfahl

Zu hohe Terminierungsgebühren - Weko winkt mit dem Zaunpfahl
Die Schweizer Antitrust-Behörde Weko (Wettbewerbskommission) hält in einem Gutachten fest, dass die in der Schweiz aktiven Mobiltelefonie-Anbieter zu höhe Terminierungsgebühren verlangen. Unter Terminierungsgebühren versteht man den Betrag, den ein Carrier von einem anderen verlangt, wenn ein Gespräch von einem Netz auf ein anderes geleitet wird. Die Weko stellt grundsätzlich fest, dass die drei Mobilfunkanbieter Swisscom, Sunrise und Orange in der Frage der Terminierungsgebühren eine marktbeherrschende Stellung einnehmen. Die Gebühren für die Weiterleitung eines Gesprächs von einem Netz in das andere seien im Vergleich mit dem Preisniveau in Europa zu hoch.
Mit dieser Feststellung erhält die Kommunikationskommission (ComCom) nun die Möglichkeit, den drei Carriern in der Schweiz Terminierungsgebühren vorzuschreiben.
Wink mit dem Bussenzettel
Gleichzeitig teilt die Weko mit, ihre eigene, im Oktober 2002 (!) eröffnete Untersuchung bezüglich "Missbräuchlichkeit der Terminierungsgebühren" befinde sich "im Endstadium".
Stellt die Weko bei dieser Untersuchung fest, dass die drei Mobilfunk-Anbieter in der Schweiz nicht nur eine marktbeherrschende Stellung halten, sondern diese auch missbraucht hätten, so kann sie (happige) Bussen verhängen.
Bereits im April teilte Swisscom mit, die Weko wolle sie mit einer Busse von fast einer halben Milliarde Franken belegen.
Werden die drei Carrier tatsächlich gebüsst, so können sie das Verfahren zuerst an die Rekurskommission und dann noch an das Bundesgericht weiterziehen. (Christoph Hugenschmidt)

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