Die Schweizerischen Bundesbahnen sind auf der Suche nach Weiterentwicklungen zum bestehenden Freesurf-System. Mit diesem können Fahrgäste während ihrer Reise in nationalen Fernverkehrszügen und an Bahnhöfen auf das Internet zugreifen. Dafür wurden bereits 2020
Verträge mit den Providern Galaxus Mobile, Quickline, Salt, Sunrise und Swisscom abgeschlossen. Mit diesen werden die Kosten für das konsumierte Datenvolumen direkt vom Provider an die SBB weiterverrechnet.
Die SBB sind zu dieser Dienstleistung verpflichtet. Die Verfügung zur aktuellen Konzession für den Fernverkehr schreibt der Bahn vor, dass sie in ihren Fernverkehrszügen einen kostenlosen Internetzugang anbieten muss. Die genaue Umsetzung wird dabei offengelassen. Aktuell wird diese Auflage mit dem Freesurf-Angebot erfüllt, schreiben die SBB in einem Request for Information (RFI) auf Simap.
Für die Weiterentwicklung sollen keine aktiven Komponenten in den Zügen beschafft werden müssen. Die Wagen verfügen gemäss der SBB bereits über entsprechende Beacons. Mit den Neuerungen sollen Reisenden dann mit möglichst geringen Hürden vom Gratisinternet profitieren können. Die Lösung soll innerhalb eines Jahres umsetzbar sein und mindestens bis zum Ablauf der Fernverkehr-Konzession im Jahr 2029 bestehen bleiben.
Betroffen sind gemäss dem RFI rund 1300 Züge, die ungefähr eine halbe Million Passagiere pro Tag befördern. Die Anfrage richtet sich dabei insbesondere an Schweizer Mobilfunkbetreiber. Sie sollen eine grobe technische Umsetzung, die benötigten Komponenten und die Zugangsmöglichkeiten für die Kundschaft aufzeigen. Weiter verlangt die SBB, dass die ungefähre Umsetzungsdauer sowie die ungefähren Kosten benannt werden.