Das Schweizer IT-Beratungs- und Software-Haus Emineo ist ab sofort Teil der deutschen Conet-Gruppe. Die beiden Entwicklungsspezialisten und SAP-Goldpartner würden so ihre Position im DACH-Raum stärken, heisst es in einer Medienmitteilung. Zudem versprechen sich die Firmen: Neue Geschäftsfelder, Synergien, Wachstumspotential, ideale Ergänzung.
Tatsächlich ergänzen sich die beiden Firmen vom Marktgebiet, aber auch von den Branchen und schliesslich von gewissen Teilen des Portfolios her, wie Patrick Meister, der Marketing-Chef von Emineo auf Anfrage präzisiert. Für Kunden und Partner, die eben über den Verkauf informiert wurden, ändere sich wenig, ausser dass man ihnen mit dem starken Partner nun noch mehr bieten könne, verspricht Meister. Vom Austausch ihres fachlichen Know-hows und ihrer Erfahrung versprechen sich die beiden Firmen Effizienzvorteile und Skaleneffekte.
Emineo ist mehrere Jahre in Folge stark gewachsen und blickt 2021 wiederum auf ein Rekordjahr zurück. Zuletzt hatte das 2002 gegründet Softwarehaus
Ende letztes Jahr in der Westschweiz den französischen Teil des SAP-Dienstleisters Karamba übernommen. Die rund 160-köpfige Firma setzte letztes Jahr knapp 38 Millionen Franken um. Man habe sich schon länger nach einem Investor und Partner umgesehen, um die ambitionierten Ziele weiterverfolgen zu können, heisst es in der Mitteilung.
Den hat man nun mit Conet mit Hauptsitz in Nordrhein-Westfalen gefunden. Die Gruppe beschäftigt rund 1500 Mitarbeitende an 17 Standorten in Deutschland, Österreich und Kroatien. Emineo sowie die Geschäftsleitung und Marke würden auch künftig bestehen bleiben, so Meister, die Firma gehöre nun aber zu 100% der Conet Gruppe.
"Bei der Wahl des Investors war es für uns zentral, einen Partner zu finden, der hinsichtlich Marktausrichtung, Organisation und Kultur perfekt zu uns passt", wird Emineo-CEO Aleardo Chiabotti in der Mitteilung zitiert. Auch Conet-Chefin Anke Höfer äussert sich dort: "Die ausgeprägte Expertise von Emineo im Bereich von Softwareentwicklung und SAP ergänzt unser Portfolio optimal – ebenso wie das umfassende Know-how und die Erfahrung im öffentlichen Sektor."