Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hat auf den Jahreswechsel hin das Auszahlungssystem der Arbeitslosenkassen auf das neue IT-System "Asal 2.0" umgestellt. Dabei kam es zu erheblichen Störungen und Verzögerungen bei der Auszahlung von Geldern. Noch sind die Probleme nicht vollständig behoben, wie das Seco mitteilt.
Das Seco arbeite seit Einführung des neuen Zahlungssystems am 6. Januar 2026 intensiv daran, die aufgetretenen
erheblichen technischen Probleme zu beheben, teilte die Behörde mit. Das Ziel sei es, die Auszahlungen der Arbeitslosenentschädigung beschleunigen zu können.
Noch kann das Seco aber nicht vollständig Entwarnung geben. Die Systemleistung habe sich in den vergangenen Wochen zwar deutlich verbessert, erreiche aber
noch nicht das angestrebte Niveau, hiess es weiter. Dabei seien bis Ende Januar rund 85% der erwarteten Auszahlungssumme für diesen Monat überwiesen worden.
Auf einer eigens eingerichteten Informationsseite orientiert das Seco über die Arbeiten am neuen System. Auf der
Plattform Arbeit.Swiss ist auch der aktuelle Stand der Auszahlungen der Arbeitslosenentschädigungen einsehbar.
Verzögerungen bei komplexen Fällen
Die Probleme haben sich vor allem bei der Auszahlung von Arbeitslosenentschädigung an neu angemeldete Arbeitslose bemerkbar gemacht. Da gebe es aktuell immer noch Rückstände, so das Seco. Die Arbeitslosenkassen seien mit Hochdruck dabei, den Rückstau abzuarbeiten. Die Bearbeitung komplexer Dossiers könne aber wie beim Vorgängersystem mehrere Monate in Anspruch nehmen.
Laut dem Seco wurden vom 1. bis zum 5. Februar 2026 schweizweit rund 102,1 Millionen Franken an Arbeitslosenentschädigungen ausbezahlt. Um die Lage so rasch wie möglich zu stabilisieren und ausstehende Leistungen an die Versicherten zeitnah auszurichten, stehe das Seco in engem Austausch mit den Kantonen und den Arbeitslosenkassen.
In den vergangenen Tagen wurde in den Medien vermehrt von Menschen berichtet, die noch immer auf die Auszahlung ihrer Arbeitslosengelder warten und dadurch in finanzielle Nöte geraten. Angaben zur konkreten Anzahl der Betroffenen macht das Seco keine.