Seco nimmt Auszahlungssystem Asal 2.0 formell ab

3. September 2026 um 09:38
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Foto: Jakub Żerdzicki / Unsplash

Das neue Auszahlungssystem der Arbeitslosenversicherung konnte offenbar stabilisiert werden. Der Projektabschluss ist für Ende Jahr geplant.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hat das neue Auszahlungssystem der Arbeitslosenversicherung mit Verspätung formell am 24. August abgenommen. Wie das Seco mitteilt, habe sich die Entwicklungspartnerin seit dem 7. August 2026 in Verzug befunden. Für diesen Zeitraum kam eine vertraglich vereinbarte Konventionalstrafe zur Anwendung.
Das Auszahlungssystem "Asal 2.0" ist seit Januar dieses Jahres in Betrieb. In den ersten Monaten kam es bei dem System sowie bei Vor- und Umsystemen zu Störungen. Wie das Seco betont, seien diese behoben worden und das System laufe seit April stabil. Die folgende Stabilisierungsphase mit verstärkter betrieblicher, fachlicher und technischer Unterstützung wurde Ende Juni planmässig abgeschlossen. Mittlerweile erfüllt das System laut Seco die vertraglich vereinbarten Abnahmekriterien und läuft stabil.
Mit der Abnahme von Asal 2.0 nähert sich das Grossprojekt Asalfutur dem Ende. Der formelle Abschluss ist für Ende Jahr geplant. Der stabile Betrieb und die Unterstützung der Arbeitslosenkassen blieben sichergestellt, betont das Seco. Die Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag sollen nun in die Weiterentwicklung des Systems einfliessen.
Das Seco kündigt für Ende Jahr einen Projektabschlussbericht an, in dem eine umfassende Bilanz des Vorhabens gezogen werden soll. Der Bericht werde die Kosten und den Nutzen, den zeitlichen Verlauf sowie die gewonnenen Erkenntnisse gesamthaft einordnen.

Kosten fast verdoppelt

Die Ablösung des Auszahlungssystems beschäftigt das Seco seit nunmehr weit über zehn Jahren. Das Vorgängersystem "Asal" stammte aus den 1980er-Jahren und sollte ursprünglich durch "Asalneu" ersetzt werden. Die Java-Neuentwicklung wurde 2017 abgebrochen.
Kurz darauf wurde "Asalfutur" ausgeschrieben. Der Zuschlag lautete auf 108 Millionen Franken. Die Eidgenössische Finanzkontrolle berichtete vor gut einem Jahr anlässlich einer Prüfung des ITK-Schlüsselprojekts, dass mittlerweile von Gesamtkosten in Höhe von 201,4 Millionen Franken ausgegangen werden müsse.

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