Spätestens 2023 erhält Luzern eine neue Schulsoftware

7. Juli 2022, 14:32
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Foto: Jessica Lewis / Unsplash

Nach dem Educase-Debakel möchte es der Kanton diesmal besser machen. Begleitet wird die Beschaffung von einem "externen Risikomanagement".

Die Schulen und Lehrpersonen im Kanton Luzern müssen zurzeit bei ihrer Administrationssoftware mit einer Übergangslösung arbeiten. Nachdem der Kanton der Software Educase endgültig den Stecker gezogen hatte, gab im Nachgang auch die Firma Base-Net Education ihre Auflösung auf Ende Juli 2022 bekannt.
Bereits zuvor hatte das für Schulen im Kanton Luzern zuständige Bildungs- und Kulturdepartement (BKD) mitgeteilt, man habe zusammen mit dem Verband Luzerner Gemeinden (VLG) die nächsten Schritte für die Beschaffung einer neuen Schuladministrations-Software festgelegt. Vor dem Parlament gab die Kantonsregierung bekannt, man wolle die verschiedenen IT-Projekte in Luzern nicht extern untersuchen lassen.

Die Neubeschaffung beginnt

Jetzt teilt das BKD mit, am 16. Juli werde eine neue Ausschreibung für die Schulsoftware auf Simap veröffentlicht. Das Projekt nennt sich "StabiLU". Eine Projektorganisation sei eingesetzt worden, 30 Beteiligte seien vertreten, "darunter auch Schulleitungen, Informatikbeauftragte der Schulen sowie Mitarbeitende in den Schulsekretariaten", so die Mitteilung.
Begleitet werde die Organisation durch ein externes "Qualitäts- und Risikomanagement". Geht es nach den Plänen des Departements, soll ab Anfang 2023 ein Detailkonzept erarbeitet werden und danach ein "Pilotbetrieb" gestartet werden. "Bis dahin arbeiten die Schulen mit einer Vorgängerversion der Administrationssoftware oder mit einem Ersatzprodukt", schliesst die Mitteilung.

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