Bei Salt rückt die Netzabdeckung auch in Gebieten ohne Handyantennen näher: Im Kampf gegen Funklöcher wird das Handynetz des drittgrössten Schweizer Telcos in Zukunft mit dem Internet-Satellitennetz Starlink von Tesla-Gründer Elon Musk verbunden. Gegen Ende 2024 sollen Salt-Abonnentinnen und Abonennten von fast überall her die ersten SMS über Satellit verschicken können.
Netz in schlecht erschlossenen Gebieten
Dazu habe Musks Firma SpaceX den ersten Satelliten gestartet, der Direktverbindungen mit herkömmlichen 4G-fähigen Smartphones ermögliche, teilte Salt mit. Dies sei der erste Schritt auf dem Weg zu einer Netzabdeckung auch in gar nicht oder schlecht mit Handysignalen versorgten Gebieten. Dies gelte nicht nur in der Schweiz, sondern auch im Ausland.
Die ersten Tests für den SMS-Versand über Satelliten erfolgten in den USA. Zur Vorbereitung des noch dieses Jahr erwarteten Starts in der Schweiz arbeite man eng mit den Regulatoren in der Schweiz und denen der Nachbarländer zusammen, hiess es. Diese müssen der neuartigen Verbindungstechnologie über Satelliten noch zustimmen.
Salts Europapremiere
Allerdings ist die Bandbreite beschränkt. Man könne E-Mails oder Whatsapp-Nachrichten verschicken, hatte der damalige Salt-Chef Pascal Grieder im vergangenen März bei der Vorstellung der Satellitenpläne gesagt. Aber fürs Streaming reiche es nicht.
Zudem ist die Reaktionszeit (Latenz) viel grösser, weil das Signal einen viel weiteren Weg bis zum Satelliten zurücklegen muss als bis zu einer normalen Handyantenne. Beim Telefonieren führe das zu leichten Verzögerungen, die der Kunde spüre, hatte Grieder gesagt.
Aus diesem Grunde erfolge der Zugriff auf den Satelliten nur, wenn keine Handyantenne in Reichweite sei. Im Alltag gebe es grundsätzlich keine Probleme, weil die Signale der Handyantennen stärker seien. Die neue Satellitentechnologie sei eine Ergänzung zum Handynetz und kein Ersatz dafür, so Grieder.