Starlink-Start in der Schweiz rückt näher

4. Januar 2024 um 09:51
  • technologien
  • salt
  • telco
  • spacex
  • Schweiz
image
Illustration: Erstellt durch inside-it.ch mit Dall-E / GPT-4

Salt arbeitet mit SpaceX zusammen, dem Weltraum-Unternehmen von Elon Musk. Gegen Jahresende will der Telco erste Dienste darüber anbieten.

Bei Salt rückt die Netzabdeckung auch in Gebieten ohne Handyantennen näher: Im Kampf gegen Funklöcher wird das Handynetz des drittgrössten Schweizer Telcos in Zukunft mit dem Internet-Satellitennetz Starlink von Tesla-Gründer Elon Musk verbunden. Gegen Ende 2024 sollen Salt-Abonnentinnen und Abonennten von fast überall her die ersten SMS über Satellit verschicken können.

Netz in schlecht erschlossenen Gebieten

Dazu habe Musks Firma SpaceX den ersten Satelliten gestartet, der Direktverbindungen mit herkömmlichen 4G-fähigen Smartphones ermögliche, teilte Salt mit. Dies sei der erste Schritt auf dem Weg zu einer Netzabdeckung auch in gar nicht oder schlecht mit Handysignalen versorgten Gebieten. Dies gelte nicht nur in der Schweiz, sondern auch im Ausland.
Die ersten Tests für den SMS-Versand über Satelliten erfolgten in den USA. Zur Vorbereitung des noch dieses Jahr erwarteten Starts in der Schweiz arbeite man eng mit den Regulatoren in der Schweiz und denen der Nachbarländer zusammen, hiess es. Diese müssen der neuartigen Verbindungstechnologie über Satelliten noch zustimmen.

Salts Europapremiere

Salt hatte im vergangenen März als erster Mobilfunkanbieter Europas einen Nutzungsvertrag mit Starlink abgeschlossen. Der Dienst wird im Jahr 2025 auf Sprach- und Datendienste ausgeweitet.
Allerdings ist die Bandbreite beschränkt. Man könne E-Mails oder Whatsapp-Nachrichten verschicken, hatte der damalige Salt-Chef Pascal Grieder im vergangenen März bei der Vorstellung der Satellitenpläne gesagt. Aber fürs Streaming reiche es nicht.
Zudem ist die Reaktionszeit (Latenz) viel grösser, weil das Signal einen viel weiteren Weg bis zum Satelliten zurücklegen muss als bis zu einer normalen Handyantenne. Beim Telefonieren führe das zu leichten Verzögerungen, die der Kunde spüre, hatte Grieder gesagt.
Aus diesem Grunde erfolge der Zugriff auf den Satelliten nur, wenn keine Handyantenne in Reichweite sei. Im Alltag gebe es grundsätzlich keine Probleme, weil die Signale der Handyantennen stärker seien. Die neue Satellitentechnologie sei eine Ergänzung zum Handynetz und kein Ersatz dafür, so Grieder.

Loading

Mehr erfahren

Mehr zum Thema

image

Swiss Marketplace Group kauft Moneyland

Der Online-Vergleichsdienst gehört neu zur Swiss Marketplace Group. Alle Mitarbeitenden werden übernommen und die Marke soll erhalten bleiben.

publiziert am 2.7.2024
image

Aargau verlangt für Aufrüstung auf 5G nachträgliche Baugesuche

Die Forderung des Kantons geht auf ein Bundesgerichtsurteil zurück. Entsprechende Gesuche werden in den kommenden Wochen auch andernorts fällig.

publiziert am 2.7.2024
image

Schweiz holt dreimal Gold an Informatik-Wettbewerb

Junge Schweizer Informatikerinnen und Informatiker zeigten ihr Können gleich an zwei internationalen Meisterschaften.

publiziert am 2.7.2024
image

Europa kriegt ein eigenes "Twint"

Das neue europäische Bezahlsystem "Wero" der European Payments Initiative wurde lanciert. Vorbild für die mobile Bezahllösung war das schweizerische Twint.

publiziert am 2.7.2024 3