Swisscom will zusammen mit Partnern eine Nachfolgelösung für SAP IS-H (Industry Solution Healthcare) entwickeln und auf den Schweizer Markt bringen. SAP unterstützt diese Branchenlösung nur noch bis 2030, und die Kunden aus dem Gesundheitswesen, darunter vor allem Spitäler, müssen sich überlegen, wie es danach weitergehen soll.
Die Nachfolgelösung, die laut der Swisscom-Mitteilung GS-H heissen soll, wird von einem Konsortium aus 4 Unternehmen entwickelt. Neben Swisscom sind Aktiva (Frauenfeld), Common MS (Madrid) und GITG (Hamburg) dabei. Laut Swisscom sind das alles Unternehmen mit Know-how im Gesundheitswesen und SAP-Erfahrung.
Im Juli
hatte T-Systems ebenfalls eine Nachfolgelösung für IS-H angekündigt, die auch für den Schweizer Markt geeignet sein soll.
Swisscom-Lösung ab 2025 marktfähig
Swisscom soll gemäss der Mitteilung die Umsetzung der Schweizer Spezifikationen sicherstellen und der erste Ansprechpartner der Schweizer Kunden sein, sowohl bei der Abstimmung der Entwicklung als auch später für die Wartung und den Support der Lösung sein.
Für GS-H werden laut Swisscom bestehende SAP S/4-Add-ons an Schweizer Bedürfnisse angepasst. Die neue Softwarelösung werde die Anforderungen der Patientenadministration und -abrechnung abdecken. Die schweizerischen Eigenheiten im Gesundheitswesens würden bei der Entwicklung von Anfang an berücksichtigt.
Im Rahmen des SAP Public Service Forum in Bern hat Swisscom interessierten Personen aus den Bereichen Spitalleitung, IT und Patientenadministration einen ersten Einblick in den aktuellen Entwicklungsstand der Nachfolgelösung gewährt. Gemäss der Planung soll Ende 2024 die erste produktive Pilotversion für Schweizer Spitäler zur Verfügung stehen. Ab Ende 2025 soll die neue Lösung marktfähig sein.