"SwissICT Booster 50+" ist bis 2024 finanziert

21. April 2022 um 14:50
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Das Förderprogramm für Informatiker und Informatike­rinnen Ü50 ist in Zürich angelaufen und soll rasch auf weitere Kantone ausgeweitet werden.

Das Programm "SwissICT Booster 50+" hat zum Ziel, erfahrene ICT-Fachkräfte im Arbeitsmarkt zu behalten oder zumindest so rasch wie möglich wieder zu integrieren. Der Fachverband hatte das Förderprogramm 2019 erstmals vorgestellt, bis es richtig anlaufen konnte, ist aber etwas Zeit vergangen. "Gut Ding will Weile haben", schreibt die für das Programm zuständige SwissICT-Fachgruppe in ihrem Jahresrückblick.
Das Programm richtet sich zum einen an Personen, mehrheitlich im Alter ab 50 Jahren, die in der IT tätig sind, aber schon längere Zeit keine ICT-spezifische Weiterbildung absolviert haben. Gehe jemand mit einem solchen Hintergrund auf Stellensuche, würden die fachlichen Kompetenzen häufig hinterfragt und gleichzeitig die Lern- und Integrationsfähigkeit aberkannt, zu Unrecht, wie SwissICT schreibt.
Zum anderen habe "SwissICT Booster 50+" die Rückintegration von arbeitslosen Fachkräften zum Ziel.
"Nachdem wir diesen Ansatz bereits im Jahr 2020 zusammen mit dem Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich zu Händen des Seco dokumentiert hatten, gab es anfangs 2021 leider zuerst einen Rückschlag", fasst SwissICT zusammen. Der Verband musste den Antrag überarbeiten. Mit dem zweiten Anlauf habe man nun eine generelle Freigabe für die Schweiz erhalten.
Ab Oktober 2021 sind laut SwissICT die ersten Kandidaten und Kandidatinnen von den Zürcher RAVs dem Programm zugewiesen worden.
Die Finanzierung des Booster-Programms sei bis 2024 gesichert. Fast 100 ICT-Fachkräfte sollen bis dahin den Evaluationsprozess durchlaufen "und hoffentlich ein grosser Teil" auch in die Einsatzphase geführt werden, schreibt SwissICT.
Die für das Förderprogramm verantwortliche Fachgruppe sei in Gesprächen mit weiteren Partnern, um das Angebot auszubauen. Ziel sei auch, das Programm rasch auf weitere Kantone ausweiten.
Das Konzept basiert auf einem Trainee-Programm von M&F Engineering und beinhaltet eine Standortbestimmung, eine Re-Skilling-Phase und eine Einsatzphase mit Coaching respektive Mentoring während den normalen Arbeitsaktivitäten.

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