Third-Party-Cookies für 30 Millionen Chrome-User abgeschafft

4. Januar 2024 um 13:57
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Illustration: Erstellt durch inside-it.ch mit Dall-E / GPT-4

Der heutige Tag könnte ein Wendepunkt in Sachen Datenschutz und Online-Werbung sein: Google hat die Cookies in seinem Browser für 1% seiner Nutzerinnen und Nutzer abgeklemmt.

Die Idee geistert schon Jahre herum. Zum ersten Mal schrieben wir im März 2021 darüber. In einem Artikel mit dem Titel "Google will keine Datenkrake mehr sein" hiess es, dass Google "ab dem kommenden Jahr Individuen im Web nicht mehr tracken" wolle.
Ganz so schnell ging es dann doch nicht. Es gab viel Kritik, einerseits von Werbetreibenden, andererseits aber auch von Zeitgenossen, die Google unterstellten, damit eine Monopolstellung schaffen zu wollen. Deshalb hat Google die Cookie-Abschaffung mehrfach verschoben.

Bis Jahresende sollen Cookies komplett aus Chrome verschwinden

Nun ist es aber soweit: Heute Donnerstag, 4. Januar 2024, aktiviert Google die "Privacy Sandbox" für 1% aller Chrome-Nutzerinnen und Nutzer, was rund 30 Millionen Menschen entspricht. Damit schafft der Konzern vorerst für einen kleinen Teil seiner User Third-Party-Cookies ab. In der zweiten Jahreshälfte 2024 soll die "Privacy Sandbox" dann für alle verfügbar gemacht werden. Die Beta-Tests für dieses Vorhaben laufen seit Februar 2023.
Bei der neuen Methode sollen die Tracking-Daten lokal gespeichert und von Chrome kategorisiert werden. Websites können den Browser dann "fragen", in welcher Kategorie sich Nutzerinnen und Nutzer befinden und entsprechend Werbung ausliefern. Anders als heute sollen sie aber nicht mehr erkennen können, wer die User sind.

Google trackt natürlich trotzdem weiter

Wer zu den "Auserwählten" gehört, erhält seit heute ein Pop-up mit der entsprechenden Information angezeigt, wie Google in einem aktuellen Blogpost aufzeigt.
Die Kritik an der Methode ist indes nicht abgeflaut. Und Google wird auch nicht aufhören, Nutzerinnen und Nutzer zu Werbezwecken zu tracken. Schliesslich macht der Konzern über die Hälfte seines Umsatzes mit der Auslieferung von passgenauer Reklame. Dass die Daten nur noch lokal statt in der Cloud gespeichert werden, dürfte aber tatsächlich ein Fortschritt sein.

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