Thurgauer Steuerauftrag geht an Abraxas

20. März 2025 um 14:53
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Foto: Staatskanzlei Thurgau

Für knapp 16 Millionen Franken soll Abraxas eine neue einheitliche Steuerlösung für Kanton und Gemeinden einführen und bis 2034 betreiben.

Wie der Regierungsrat des Kantons Thurgau bekannt gibt, hat der einen Auftrag für die Einrichtung und den Betrieb einer neuen einheitlichen Steuersoftware an den St. Galler IT-Dienstleister Abraxas vergeben. Abraxas soll das neue System entwickeln und in den bis 2034 betreiben. Die Vertragssumme beträgt 15,9 Millionen Franken, das Budget muss aber noch durch den Grossen Rat, das Parlament des Kantons, abgesegnet werden.
Dieses hatte im Herbst 2022 die Motion "Einheitliche Steuersoftware für Kanton und Gemeinden" erheblich erklärt und am 14. Februar 2024 die daraus folgende Änderung des Steuergesetzes verabschiedet. Im vergangenen Juli wurde der Auftrag ausgeschrieben.
Das neue Steuersystem soll sowohl vom Kanton als auch von den 80 Gemeinden im Thurgau benutzt werden. Zum Zeitpunkt der Ausschreibung vor knapp einem Jahr waren in den Gemeinden noch verschiedene Lösungen von Abraxas, Axians Infoma, KMS und Dialog Verwaltungs-Data im Einsatz. In der kantonalen Verwaltung wurden Nest, Abraxas sowie eine veraltete Software aus dem Jahr 1993 genutzt.

Mehr Effizienz, mehr Synergien

Mit der Einführung der einheitlichen Software soll die heterogene und kostspielige IT-Architektur in der Steuerlandschaft Thurgau vereinheitlicht werden, so der Regierungsrat. Davon verspricht er sich Effizienzgewinne und Synergieeffekte für beide Staatsebenen. Die Vereinheitlichung der Prozesse, insbesondere in der Jahresabschlussgestaltung, werde stark gefördert. Im Weiteren solle die personelle Durchlässigkeit der kommunalen Steuerämter verbessert und ein einheitlicher Ausbildungsprozess durch die kantonale Steuerverwaltung ermöglicht werden.
Erst vor zwei Wochen wurde bekannt, dass ein Fehler in einem der bisher verwendeten Softwaremodule verursachte, dass für die Bundessteuer Kinderabzüge nicht berücksichtigt wurden. Im Herbst 2024 musste aufgrund eines Updates der Steuersoftware die kantonale Steuerverwaltung für zwei Wochen für den Publikumsverkehr geschlossen werden.

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