Der Private-Equity-Fonds Japan Industrial Partners (JIP) hat die
Übernahme von Toshiba erfolgreich abgeschlossen. Der Deal kostet umgerechnet rund 14 Milliarden US-Dollar. Laut Mitteilung besitzt JIP jetzt 78,65% der Aktien.
"Wir sind vielen unserer Aktionäre zutiefst dankbar, dass sie Verständnis für die Position des Unternehmens in dieser Angelegenheit haben", erklärte Toshiba-CEO Taro Shimada in der Mitteilung. Der Toshiba-Vorstand hatte das Angebot von JIP im März gutgeheissen.
2015 wurde Toshiba
von einem Bilanzskandal heimgesucht und musste seither schwere Verluste hinnehmen. Zuerst hatte der Konzern 2021 angekündigt, sich aufspalten zu wollen. Die Aktionäre lehnten diese Pläne aber ab. Danach wurde der Buyout-Deal mit JIP vereinbart.
Toshiba soll jetzt privatisiert und im Dezember von der Börse genommen werden. "Mit einem neuen Aktionär wird die Toshiba Group nun einen grossen Schritt in eine neue Zukunft machen", so Shimada. Noch unklar ist, wer die Besetzung der zukünftigen Führungspositionen bestimmt. Ein Toshiba-Vertreter sagte laut
'Bloomberg', dass derzeit noch nichts entschieden sei. JIP und Toshiba würden die Managementstruktur des Unternehmens nach der Privatisierung besprechen.