Toshiba hat das Kaufangebot der japanischen Investorengruppe JIP akzeptiert. Am 7. August teilte der Konzern mit, dass das Übernahmeangebot in der Höhe von umgerechnet rund 14 Milliarden Dollar steht. Der vom Buyout-Fonds Japan Industrial Partners (JIP) angeführte Kauf beginnt am 8. August. Das Konsortium bietet 4620 Yen (32 Dollar) pro Aktie.
JIP wurde 2002 gegründet, um japanische Unternehmen umzustrukturieren. Das Konsortium hält auch Anteile an Sony, Hitachi und Olympus.
Toshiba hofft, so den Turnaround zu schaffen. Verwaltungsrats-Präsident Akihiro Watanabe forderte die Aktionäre auf, das Angebot zu unterstützen. Es sei die einzige Möglichkeit für den Konzern, zu seiner früheren Stärke zurückzukehren, zitiert ihn die Nachrichtenagentur 'AP'.
Der Toshiba-Vorstand hat das Angebot im März gutgeheissen. Damit der Deal erfolgreich werden kann, müssen mindestens zwei Drittel der Aktionäre ihre Anteile verkaufen. Gemäss 'AP' sind viele Aktien in Besitz aktivistischer Aktionäre aus dem Ausland. Diese hätten bereits ihre Unzufriedenheit zum Ausdruck gebracht.
Toshiba in der Krise
Toshiba ist seit einem weitreichenden
Buchhaltungsskandal im Jahr 2015 schwer angeschlagen. Damals wurde bekannt, dass der Konzern die Bücher jahrelang frisiert hat. Toshiba musste anschliessend die Gewinne für die Jahre zuvor massiv nach unten korrigieren.
2021 hatte Toshiba dann erklärt, verschiedene Optionen zu prüfen. Wenige Monate später kündigte der Konzern an, sich aufspalten zu wollen. Zunächst sollten es drei Unternehmen werden, nachher noch zwei. Die Aktionäre
lehnten diese Pläne aber ab. Der mit dem Buyout-Fonds vereinbarte Deal soll Toshiba nun zu neuer Stabilität verhelfen, erklärte CEO Taro Shimada. Er appellierte an die Anteilseigner, das Angebot anzunehmen.