3500 Antennen: Die SBB lässt von Ericsson ein neues Funknetz planen

7. Oktober 2022 um 12:04
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Mitarbeitende der SBB im Hauptbahnhof Zürich. Das Bahnunternehmen betreibt ein eigenes Mobilfunknetz. Foto: © SBB CFF FFS

Der schwedische Tech-Konzern soll auch die Strahlenbelastung der bahneigenen 5G-Infrastruktur berechnen.

Die Einkaufsabteilung der SBB hat einen Auftrag an Ericsson für die Planung eines neuen Funknetzes erteilt. Der öffentlich ausgeschrieben Rahmenvertrag ist 8,7 Millionen Franken schwer. Die SBB kann darauf basierend Planungs- und Dokumentationsleistungen nach Bedarf von Ericsson beziehen. Der schwedische Tech-Konzern hat sich gegen 3 Konkurrenten durchgesetzt.
Die SBB baut und betreibt ein eigenes Mobilfunknetz (GSM-R) für die Kommunikation sowie die Systeme zur Zugbeeinflussung, etwa für Abfahrtbefehle von Zügen. Dieses sei grossteils aufgebaut, parallel dazu soll aber ab 2023 ein Mobilfunknetz der Nachfolgegeneration entstehen, ein Future Railway Mobile Communication System (FRMCS). Dies ist den umfangreichen Ausschreibungsunterlagen zu entnehmen.
Der neue auf 5G basierende Standard, der europaweit im Projekt "5GRail" validiert wird, gilt als sicherer und leistungsfähiger. Die Einführung dürfte in Europa rund 25 Milliarden Euro kosten, schreibt das Magazin 'Rail Engineer'. Im Übergang sollen die beiden Standards parallel betrieben werden, auch bei der SBB wird GSM-R noch erweitert.
Der Schweizer Bahnkonzern rechnet mit rund 3500 Standorten, die das Netz im Endausbau über die nächsten 7 bis 9 Jahre umfassen soll. Der schwedische 5G-Spezialist Ericsson soll dafür neben der Funknetzplanung auch die zu erwartende Nichtionisierende Strahlung (NIS) berechnen. Bekanntlich ein grosser Streitpunk beim 5G-Ausbau der Schweizer Netze.

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