Aktivistische Aktionäre bei Temenos setzen sich weiter durch

16. Februar 2023 um 12:33
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Andreas Andreades hat interimistisch die CEO-Nachfolge übernommen. Er soll an der GV jedoch aus dem Verwaltungsrat ausscheiden. Foto: Temenos

Die Generalversammlung wird vorgezogen. Damit gibt der Bankensoftwarehersteller den Forderungen aktivistischer Aktionäre nach.

Temenos gibt erneut nach: Die Aktionärsversammlung soll nun bereits am 3. Mai stattfinden, heisst es auf der Website. Ursprünglich geplant war die Veranstaltung am 7. Juni.
Bereits seit Monaten drängen die aktivistischen Aktionäre von Petrus Advisers auf Veränderungen am Kurs und forderten auch den Rücktritt von CEO und VR-Präsident. Till Hufnagel und Klaus Umek, Partner von Petrus Advisers, verlangten in einem Brief nicht nur den Rücktritt der Leitung, sondern auch eine "umfassende strategische Überprüfung".
Zumindest eine dieser Forderungen ist wahr geworden: Temenos-CEO Max Chuard nahm im Januar den Hut. Er habe sich nach 20 Jahren entschieden, das Unternehmen zu verlassen.

Verwaltungspräsident soll an GV ausscheiden

Wer künftig die Nachfolge beim Genfer Bankensoftwarehersteller übernimmt, ist unklar. Die Suche sei aber eingeleitet, hiess es im Januar. Spätestens Ende 2023 soll das Amt neu besetzt werden.
Der aktuelle Verwaltungsratspräsident und ehemalige Temenos-CEO Andreas Andreades übernimmt den Posten derzeit interimistisch. An der nun vorgezogenen GV soll er aus dem Verwaltungsrat ausscheiden. Sein Vize Thibault de Tersant werde dann zum neuen VRP gewählt. "Es ist an der Zeit, mit der nächsten Führungsgeneration die Weichen für die Zukunft zu stellen", sagte Andreades.
Auch im letzten Quartal musste Temenos einstecken: Im 4. Quartal ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 4% auf 277,9 Millionen US-Dollar zurück, zeigen die Jahreszahlen vom Januar.

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