Salesforce hat unruhige Zeiten hinter sich und nun muss sich der CRM-Anbieter mit dem aktivistischen Investor Elliott Management auseinandersetzen. Elliott bestätigte nach Medienberichten, in das Unternehmen zu investieren. "Salesforce ist eines der herausragenden Softwareunternehmen der Welt, und da wir das Unternehmen seit fast zwei Jahrzehnten verfolgen, haben wir einen tiefen Respekt vor Marc Benioff und dem, was er aufgebaut hat", so das Statement von Jesse Cohn, Managing Partner von Elliott Management.
Zuvor berichtete
das 'Wall Street Journal', es gehe um Anteile in Milliardenhöhe. Ein von
'CRN' zitierter Analyst geht davon aus, dass Elliott auf einen Sitz im Verwaltungsrat drängen werde. Der Fokus des Investors werde darauf liegen, die Margen zu verbessern.
Elliott beteiligt sich in der Regel an Unternehmen, um die Art und Weise, wie die Firma arbeitet, zu ändern. Ziel ist es, die Kosten zu senken und den Unternehmenswert zu steigern. Es wäre nicht das erste Mal, dass es dabei zu Reorganisationen oder Wechsel im obersten Management kommt.
Abgänge im Management und Sparmassnahmen
Nach verlangsamtem Wachstum und einem sinkenden Aktienkurs hat Salesforce Sparmassnahmen und Entlassungen angekündigt. Nachdem im November noch "von bis zu 2500 Angestellten" die Rede war, wurde Anfang Jahr bekannt, dass es deutlich mehr sein werden:
Jeder zehnte Mitarbeitende von den zuletzt rund 79'000 Angestellten wird seine Stelle verlieren.
Zudem kam es zu
prominenten Abhängen im Management. Co-CEO
Bret Taylor hat Ende 2022 bekannt gegeben, dass er seinen Posten nach einem Jahr räumt. Taylor war die treibende Kraft hinter grossen Salesforce-
Akquisitionen wie Slack und Tableau, deren Integrationen sich Berichten zufolge als schwierig erwiesen, offenbar auch aus kulturellen Gründen. Kurz nach dem Salesforce-Co-Chef gab auch Slack-CEO Stewart Butterfield seinen Rücktritt bekannt.