Bei Apples verbesserter Sprachassistentin Siri sollen künftig KI-Modelle des Rivalen Google unter der Haube laufen. Nach reifer Überlegung habe man entschieden, dass Googles Technologie die beste Basis für Apples Lösungen bei Künstlicher Intelligenz sei, teilte der Konzern dem Wirtschaftssender 'CNBC' mit.
Apple hatte bereits
im Juni 2024 eine besonders hilfreiche Siri versprochen, weil die Software Zugang zu persönlichen Informationen der Nutzerinnen und Nutzer habe sowie quer über verschiedene Apps aktiv sein werde. Als Beispiel wurde genannt, dass man Siri einfach fragen könne, wann man losfahren müsse, um Verwandte vom Flughafen abzuholen – und die Software etwa automatisch wissen würde, wann das Flugzeug ankommt und wie die Verkehrslage ist.
KI-Siri war nicht verlässlich genug
Im März 2025 gab Apple dann aber bekannt, dass man für eine Umsetzung länger brauchen werde – schätzungsweise bis 2026. Software-Chef Craig Federighi erklärte, bei interner Nutzung habe man festgestellt, dass die Software nicht verlässlich genug funktioniert habe, um ein Apple-Produkt zu sein.
Ursprünglich versuchte Apple, die neuen Funktionen mit eigenen KI-Modellen umzusetzen. Der Finanzdienst 'Bloomberg' berichtete allerdings schon im vergangenen August, dass Apple darüber verhandle, die Technologie hinter der Google-KI Gemini als Basis zu nutzen.
Vor drei Jahren hatte der bei der KI-Firma OpenAI entwickelte Chatbot ChatGPT die Tech-Schwergewichte aufgeschreckt. Google entwickelte Gemini, Amazon rüstete seine Sprachassistentin Alexa auf. Apple-Nutzer können aktuell auf Wunsch Siri allgemeine Anfragen an ChatGPT weiterreichen lassen.