Apple will KI-Rückstand wettmachen

4. August 2025 um 09:57
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Foto: Apple

Anscheinend arbeitet ein neues KI-Team an einer Apple-eigenen Suchmaschine. Zudem hat CEO Tim Cook grosse Investitionen in KI angekündigt.

Apple hat bisher nicht mit eigenen Produkten aus dem Gebiet der generativen KI geglänzt. Nun will der iPhone-Konzern offensichtlich seinen Rückstand auf andere Player wie Microsoft, OpenAI oder Meta verkürzen.
Künstliche Intelligenz sei eine der "grundlegendsten Technologien unserer Zeit", verkündete CEO Tim Cook anlässlich der Bekanntgabe der neuesten Geschäftszahlen. Eine Erkenntnis, zu der andere Tech-Konzerne allerdings schon vor beträchtlicher Zeit gelangt sind.
Nun will Apple laut Cook KI in alle seine Produkte und Services integrieren. Gleichzeitig stellte er eine "signifikante Erhöhung" der Investitionen in diesem Bereich sowie eine beträchtliche Aufstockung der KI-Teams in Aussicht. Auf konkrete Zahlen liess er sich jedoch nicht festlegen.
Zusätzlich erklärte Cook, dass Apple nun "sehr offen" für Übernahmen im KI-Bereich sei. Nicht nur wie bisher kleinere, sondern auch grössere Übernahmen wären in Zukunft möglich, um die KI-Agenda von Apple voran zu bringen, so Cook.

Eigene Suchmaschine?

Laut einem Bericht von 'Bloomberg' (Paywall) hat Apple vor kurzem ein spezialisiertes Team gegründet, dass sich auf die Entwicklung einer KI-gestützten Suchlösung konzentrieren soll. Es werde von Robby Walker geleitet, einem Senior Director, der schon die Entwicklung von Siri verantwortet hatte.
Ein möglicher Hintergrund dafür ist, dass Apple seine Abhängigkeit von Google verringern will. Die in Siri integrierte KI-Plattform von Apple hat bisher keine eigenen KI-Suchfunktionen. Nutzerinnen und Nutzer werden zur Google-Suche weitergeleitet, wenn Siri keine passenden Antworten liefern kann. Zudem ist Google auf iPhones als Standard-Suchmaschine vorinstalliert. Apple erhält dafür rund 20 Milliarden Dollar pro Jahr und war wohl bisher mit diesem Deal sehr zufrieden. Allerdings wird die Vereinbarung von Bemühungen der US-Justiz bedroht, welche die Marktmacht von Google einschränken möchte.

Brain Drain im KI-Bereich

Ein Problem für die KI-Bemühungen von Apple dürfte es sein, wie umworben KI-Expertinnen und -Experten gegenwärtig sind. Laut einem früheren Bericht von 'Bloomberg' haben allein im Juli dieses Jahres vier renommierte KI-Experten Apple verlassen, als erster Ruoming Pang, der bei Apple die Abteilung für grundlegende KI-Modelle geleitet hat.
Laut dem Report sind sie alle zu Meta gegangen, wo ihnen anscheinend riesige Löhne angeboten wurden. Im Falle von Ruoming Pang ist von einem Startpaket von nicht weniger als 200 Millionen Dollar die Rede.
Meta wirbt nicht nur bei Apple aggressiv KI-Experten ab. Laut OpenAI-CEO Sam Altman bietet Meta Wechselwilligen bis zu 100 Millionen Dollar als Startbonus. Auch in Zürich hat Meta in diesem Juni drei KI-Experten von OpenAI abgeworben.


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