Asalfutur verzögert sich erneut und wird noch teurer

30. Juni 2023 um 07:00
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Symbolbild: NCI / Unsplash

Das Staatssekretariat für Wirtschaft hat Aufträge über 2,8 Millionen Franken freihändig vergeben und den Projektabschluss um 6 Monate hinausgeschoben.

10 lange Jahre plagt sich das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) nun mit dem Projekt Asalfutur herum. Es geht um die Ablösung der über mittlerweile seit 3 Dekaden im Einsatz stehenden IT-Systeme der Arbeitslosenversicherung, über die Leistungen an Arbeitslose oder Kurzarbeitende ausbezahlt werden.
22 Millionen Franken hätte das unter dem Namen Asalneu gestartete Vorhaben ursprünglich kosten sollen. Mittlerweile beträgt das Volumen an die 150 Millionen Franken, wie diverse – teils ebenfalls freihändige – Zuschläge aus der Vergangenheit zeigen.
Und nun kommt es, wie die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) schon 2021 befürchtete, erneut zu Anpassungen. Das Seco hat 3 Aufträge im Gesamtvolumen von 2,8 Millionen Franken an die Firmen Ironforge Consulting und Think Beyond vergeben, wie der Ausschreibungsplattform Simap zu entnehmen ist.
Das Budget ist für die Projektleitung (1,8 Millionen) und für die IT-Lösungsarchitektur (1 Million) vorgesehen.

Insgesamt 3 Jahre Verzögerung

Begründet werden die Freihänder an die bisherigen Anbieter mit "unvorhergesehenen Projektänderungen und -verzögerungen" und dass ein Wechsel der Dienstleister "angesichts des technisch bzw. fachlich komplexen Projekts erhebliche Schwierigkeiten bereiten sowie substanzielle Mehrkosten mit sich bringen würde".
Auf Nachfrage von inside-it.ch begründet Fabian Maienfisch, Sprecher beim Seco, die Verzögerung so: Einerseits hätte ein Bundesgerichtsurteil zur Kurzarbeitsentschädigung zu einer Plananpassung geführt, andererseits sei es in den Bereichen Daten-, Dokumentenmigration und Arbeitslosenentschädigung zu einer Verzögerung gekommen.
Aus den genannten Gründen werde "der Projektabschluss um 6 Monate verschoben", so Maienfisch. Somit scheint klar, dass sich der Projektabschluss ins Jahr 2024 hineinzieht. Ursprünglich war dieser für 2021 geplant gewesen.

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