Als nächstes Schwergewicht der Tech-Branche hat der Google-Mutterkonzern Alphabet tausende Arbeitsplätze gestrichen. Weltweit werden rund 12'000 Jobs wegfallen, schreibt Firmenchef Sundar Pichai in einem
Blogbeitrag.
Das entspricht rund 6% der Belegschaft. Mitarbeitende in den USA wurden bereits über die Kündigung informiert. "In anderen Ländern wird dieser Prozess aufgrund der lokalen Gesetze und Praktiken länger dauern", schreibt Pichai weiter.
Situation in der Schweiz unklar
Ob und wie viele Stellen in der Schweiz von den Streichungen betroffen sein werden, konnte Google auf Anfrage der Nachrichtenagentur 'AWP' nicht sagen. Nach eigenen Angaben beschäftigt der Technologiekonzern in der Limmatstadt mehr als 5000 Personen aus mehr als 85 Nationen.
Die Entscheidung zum Jobabbau laste schwer auf ihm, schrieb Pichai. "Und ich übernehme die volle Verantwortung für die Entscheidungen, die uns hierher geführt haben." Nach dem "dramatischen Wachstum" in der Pandemie habe man "in einer anderen wirtschaftlichen Realität als heute" die Belegschaft aufgebaut.
Kerngeschäft weniger betroffen
Pichai deutete an, dass bei Alphabet Bereiche ausserhalb des Kerngeschäfts stärker betroffen sein werden: Man wolle die Belegschaft an die zentralen Prioritäten des Konzerns anpassen. Dazu gehört vor allem der vor einigen Jahren beschlossene Fokus auf der Entwicklung Künstlicher Intelligenz.
Beim Ausmass der Kürzungen liegt Alphabet in etwa auf dem Niveau von Microsoft, wo knapp
5% der Arbeitsplätze wegfallen. Meta
strich sogar 13% der Jobs. Bei Amazon mit seinen 1,5 Millionen Beschäftigten vor allem in Logistikzentren
machen 18'000 Jobs nur einen kleinen Anteil aus, treffen aber stark die Büroarbeitsplätze. Für sich allein steht Twitter, wo Tech-Milliardär Elon Musk als neuer Besitzer
gleich etwa die Hälfte der rund 7000 Mitarbeiter entliess.