AWS will weiter in der Schweiz investieren

3. September 2026 um 14:13
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Felix Schönherr, Country Manager Switzerland. Foto: Amazon Web Services

Über 4500 Personen besuchten den AWS Summit in der Messe Oerlikon. Im Zentrum stand agentische KI.

Der "AWS Summit Zürich" ist einige hundert Meter umgezogen: von der Halle 622 ins Messegebäude Oerlikon. Der Umzug im Zürcher Quartier macht durchaus Sinn, denn der Anlass ist gewachsen und verzeichnete in diesem Jahr laut AWS über 4500 Teilnehmende.
Dass der Konzern vor hat, weiterhin auf die Schweiz zu setzen, erklärte der neue Länderchef Felix Schönherr in seiner Eröffnungsrede: "Was mir in meinen ersten Wochen bei AWS in der Schweiz besonders aufgefallen ist: Innovation konzentriert sich nicht auf einen einzigen Ort. Man findet Innovation in Startups. Man findet sie im öffentlichen Sektor, in kleineren und mittleren Unternehmen. Man findet sie in der Forschung und in Grossunternehmen. Überall, wo ich war, hat jemand etwas Neues entwickelt. Das war wirklich spannend."
Schönherr bestätigte, dass der Konzern bis 2036 rund 5,9 Milliarden Franken in der Schweiz investieren werde. Seit dem Start der "Zürich Region" im Jahr 2022 würden Tausende von Kunden und Kundinnen der Schweiz diese Innovationen nutzen. "Wir haben mittlerweile 187 Dienste in der Region Zürich bereitgestellt, wobei der Schwerpunkt weiterhin auf Souveränität und KI liegt", sagte der Country Manager.
AWS werde auch in Talente investieren. Einen Tag vor dem Summit gab das Unternehmen zusammen mit der Ostschweizer Fachhochschule (OST) die Gründung einer Innovationsfabrik für die Schweizer Industrie bekannt. Weiter kündigte Schönherr an, dass in Kürze der Start des Programms "Kiro für Studierende" zusammen mit Schweizer Hoch- und Fachschulen erfolgen werde. Kiro ist das agentische KI-Modell für Coding von AWS.

KI bei der Privatbank

Nicht direkt auf Kiro, aber auf den Weg zusammen mit AWS ging Martin Kunz, CTO der Genfer Privatbank Pictet, in seiner Keynote ein: "Insgesamt laufen in unseren beiden Rechenzentren in Genf rund 1000 Anwendungen." 2015 habe Pictet erste SaaS-Anwendung für CRM eingeführt und an AWS IAM angebunden. Die Bank habe 2025 generative KI-Anwendungen eingeführt, die unternehmensinterne Forschungsergebnisse mit Broker-Analysen und öffentlich zugänglichen Daten kombinieren.
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Martin Kunz. Foto: Amazon Web Services
"Wir wollen unsere Anwendungen erweitern, KI-Funktionen und -Agenten integrieren, sie besser schützen und Datensätze auf Marktplätzen zur Verfügung stellen. Unsere Anforderungen an Schweizer Bankdaten sind sehr streng. Schweizer Speicherkapazitäten reichen dafür nicht aus", sagte Kunz. "Wir führen Bewertungen der Migrationsbereitschaft durch und stellen Schritt für Schritt auf die Cloud um, da wir es nicht eilig haben, unsere Rechenzentren zu schliessen." Mit AWS könne die Bank auf das Fachwissen eines Partners zurückgreifen, während sie ihr eigenes Wissen ausbaue.

Continuum Threat Modeling

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Rory Richardson. Foto: Amazon Web Services
Dass es keinen Schritt mehr weg von KI-Agenten gebe, betonte Rory Richardson, Director Next Generation Developer Experience AWS, in ihrer Keyonte. "Was macht die aktuelle Entscheidung Ihres Agenten besser als die erste, und was unterscheidet Agenten, die sich weiterentwickeln, von solchen, die nur ausführen?", fragte Richardson.
AWS habe deshalb beispielsweise Continuum Threat Modeling eingeführt. "Damit können Sie nun direkt aus Ihren Programmieragenten Bedrohungsmodelle generieren, die mit Ihrer Anwendungsarchitektur, Ihrem Quellcode und Ihren Designdokumenten verknüpft werden", erklärte Richardson. Ein Agent-Kern erleichtere die Erstellung eigener Agenten. Der Kontext mache sie intelligent.
Interessenbindung: Inside IT ist Medienpartner des "AWS Summit Zürich".
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