Die
Digitalbank Radicant der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) und das Zürcher
Fintech-Startup Numarics planen einen Zusammenschluss. Das haben die beiden Unternehmen in einer Mitteilung bekannt gegeben. Mit der Fusion soll die Umsatzbasis von Radicant erweitert und die Grundlage für zusätzliches Wachstum gelegt werden. Zu den Konditionen machten die beiden Firmen keine Angaben.
Ziel der geplanten Fusion ist es, Privatkundinnen und -kunden sowie KMU ein voll integriertes Angebot für Banking, Finanzanlagen sowie Administration anbieten zu können. Die neue Struktur sieht vor, dass die BLKB Mehrheitseignerin des fusionierten Unternehmens wird, weitere Beteiligte sind die Venture-Capital-Firmen Founderful, FiveT, Seed X sowie die UBS.
CEO des neuen Unternehmens soll Anton Stadelmann, der bisherige Geschäftsführer von Radicant, werden. Der Verwaltungsrat soll aus sechs Mitgliedern bestehen. Das Präsidium soll Marco Primavesi, der aktuelle Verwaltungsratspräsident von Radicant und Mitglied des BLKB-Bankrats, übernehmen. Der Sitz des Unternehmens soll sich künftig in Liestal befinden.
Die Digitalbank Radicant wurde 2021 von der BLKB gegründet und beschäftigt eigenen Angaben zufolge 95 Mitarbeitende in der Schweiz und in Portugal. Numarics verkauft Software für die Automatisierung von Administrationsprozessen. Das Unternehmen wurde 2020 gegründet und hat 80 Mitarbeitende in der Schweiz und in Kosovo.
Breakeven in 2027?
Der geplante Zusammenschluss sei ein wichtiger Schritt, um die Digitalbank breiter aufzustellen und bis 2027/2028 einen Breakeven-Point zu erreichen, heisst es in der Mitteilung. "Vorbehaltlich der Zustimmung durch die zuständigen Behörden wird Radicant in der neuen Struktur ihr Angebot für Privatkundinnen und -kunden erweitern und künftig auch den Kundenkreis der KMU erschliessen."
Die bestehenden Dienstleistungen und Produkte von Radicant sollen dabei erhalten bleiben und um das Softwareangebot für KMU von Numarics erweitert werden. Laut Mitteilung soll der geplante Zusammenschluss das Umsatzpotenzial beider Unternehmen deutlich steigern. Gleichzeitig soll auf diese Weise die Investorenbasis der Digitalbank verbreitert werden.