Um rund eine Milliarde Dollar sollen die Betriebskosten von Cisco in den nächsten 12 Monaten steigen. Ein guter Teil davon werde in die Gehälter der Mitarbeitenden fliessen, um die Abgänge beim Netzwerkkonzern zu einzudämmen. Dies berichtet 'The Information' mit Verweis auf interne Quellen. Cisco zählt rund 80'000 Beschäftigte rund um den Globus.
Bei der Präsentation der Zahlen für das Geschäftsjahr 2022, das bei Cisco Ende Juli endete, war dies aber kein Thema. Aufgrund des guten zweiten Quartals konnte der Konzern den Umsatz knapp um 3% steigern,
teilte er vor wenigen Tagen mit. CEO Chuck Robbins glaubt, dass sich der leicht positive Trend weiter fortsetzt.
Allerdings stagnierte der Umsatz im letzten Quartal des Geschäftsjahres, während der Gewinn um 6% sank. Damit verpasste Cisco laut Robbins die Bonusziele, weshalb die Mitarbeitenden nicht in den Genuss der vollen Zugaben kommen. Laut
'The Information' machen diese rund 5 bis 20% der Gesamtvergütung aus. Derzeit soll Cisco die Vergütungsrichtlinien überarbeiten.
Der Konzern bewegt sich in einem Widerspruch: Wenn das Umsatzwachstum anhält, braucht er genügend Personal. Zugleich verzeichnete Cisco eine hohe Fluktuation im letzten Jahr, einige Mitarbeitende wechselten zu Konkurrenten wie Microsoft oder Amazon. Dieses Problem versucht Robbins nun mit viel Geld zu lösen, was natürlich wiederum auf den Gewinn drückt. Dieser betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 11,8 Milliarden Dollar.