Cisco will Fachkräftemangel mit viel Geld bekämpfen

23. August 2022 um 08:01
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Chuck Robbins am WEF-Jahrestreffen 2016. Foto: WEF unter CC 2.0 Generic

Während Google und Co. beim Personal sparen wollen, möchte Cisco-CEO Chuck Robbins die Lohnsumme um bis zu eine Milliarde erhöhen. Der Netzwerkgigant kämpft mit Abgängen.

Um rund eine Milliarde Dollar sollen die Betriebskosten von Cisco in den nächsten 12 Monaten steigen. Ein guter Teil davon werde in die Gehälter der Mitarbeitenden fliessen, um die Abgänge beim Netzwerkkonzern zu einzudämmen. Dies berichtet 'The Information' mit Verweis auf interne Quellen. Cisco zählt rund 80'000 Beschäftigte rund um den Globus.
Es scheint als ginge man beim Konzern in die Gegenrichtung von Google. Der Suchmaschinen-Primus hatte kürzlich einen Einstellungsstopp und die Überprüfung der Produktivität in der Cloud-Abteilung angekündigt. Und Google war längst nicht der einzige Tech-Konzern, der in diese Richtung tendiert. Zugleich kämpft die Branche mit einem angespannten Arbeitsmarkt.
Bei der Präsentation der Zahlen für das Geschäftsjahr 2022, das bei Cisco Ende Juli endete, war dies aber kein Thema. Aufgrund des guten zweiten Quartals konnte der Konzern den Umsatz knapp um 3% steigern, teilte er vor wenigen Tagen mit. CEO Chuck Robbins glaubt, dass sich der leicht positive Trend weiter fortsetzt.
Allerdings stagnierte der Umsatz im letzten Quartal des Geschäftsjahres, während der Gewinn um 6% sank. Damit verpasste Cisco laut Robbins die Bonusziele, weshalb die Mitarbeitenden nicht in den Genuss der vollen Zugaben kommen. Laut 'The Information' machen diese rund 5 bis 20% der Gesamtvergütung aus. Derzeit soll Cisco die Vergütungsrichtlinien überarbeiten.
Der Konzern bewegt sich in einem Widerspruch: Wenn das Umsatzwachstum anhält, braucht er genügend Personal. Zugleich verzeichnete Cisco eine hohe Fluktuation im letzten Jahr, einige Mitarbeitende wechselten zu Konkurrenten wie Microsoft oder Amazon. Dieses Problem versucht Robbins nun mit viel Geld zu lösen, was natürlich wiederum auf den Gewinn drückt. Dieser betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 11,8 Milliarden Dollar.

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