Dropbox macht Homeoffice zum Standard

14. Oktober 2020 um 15:13
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Die Denkarbeit wird allein zu Hause erledigt, für die Teambildung und den Austausch gibt es neue Studios. So sieht Dropbox die Arbeit der Zukunft.

Eine Reihe von Tech-Firmen haben ihre Post-Pandemie-Pläne erklärt beziehungsweise öffentlich gemacht, wie ihre Mitarbeitenden künftig arbeiten werden. Google beispielsweise will auf einen hybriden Ansatz setzen, denn die Produktivität von Softwareingenieuren sei im Homeoffice schlechter
Dropbox gibt nun bekannt, dass Remote-Arbeit die grundsätzliche Erfahrung für alle Mitarbeitenden bleiben werde. Der Softwareanbieter werde zu einem "Virutal-First"-Unternehmen, so eine Mitteilung, und Remote-Arbeit zum alltäglichen Standard für die individuelle Arbeit.

Nur für Teambildung ins Büro, bitte

Studien würden zeigen, dass Wissensarbeit zuhause ebenso engagiert ausgeführt werden könne, und 90% der Dropbox-Mitarbeitenden sagten, dass sie zuhause produktiv sein könnten und nicht zu einem strikten Büroalltag zurückkehren wollten. Aber Studien hätten auch gezeigt, dass die Unternehmenskultur unter fehlender persönlicher Interaktion leide, dass das Risiko der Fehlkommunikation höher ist und dass es schwerer fällt, neue Projekte mit mehreren Beteiligten anzustossen.
Um Mitarbeitende zusammenzubringen, richtet Dropbox gemäss Mitteilung sogenannte Studios ein. Diese sollen in bestehenden Immobilien oder anderen flexiblen Räumlichkeiten das gemeinsame Arbeiten ermöglichen. Solche Studios gebe an den bestehenden Büros in San Francisco, Seattle, Austin oder Dublin. Jeder Mitarbeiter soll Zugriff auf ein Studio haben.
Die Studios seien aber ausdrücklich für die Zusammenarbeit und den Aufbau der Gemeinschaft gedacht und könnten nicht für die Einzelarbeit genutzt werden.
Das Unternehmen geht davon aus, im Laufe der Zeit eine grössere geografische Verteilung zu verzeichnen. Diese werde den Mitarbeitenden mehr Freiheiten bei der Wahl des Ortes geben, an dem sie leben, arbeiten und neue Mitarbeitende finden könnten. Der Einsatz von Dropbox Studios werde anhand der Bedürfnisse der Teams variieren. Es sei möglich, dass neue eingerichtet werden, wenn sich die geografische Verteilung und die der Mitarbeitenden verändert.
Daneben sollen die Dropbox-Angestellten ihre Arbeitszeit künftig flexibler gestalten. Mit "nichtlinearen Arbeitstagen" gebe es künftig nur noch Kernzeiten der Zusammenarbeit, bei denen sich Zeitzonen überlappen. Daneben sollen die Angestellten ihre eigenen Zeitpläne entwerfen, heisst es weiter.

Homeoffice ist gekommen um zu bleiben

Auch Microsoft hat angekündigt, Homeoffice permanent zu ermöglichen. Das gleiche gilt für Twitter. Google ist seit langem bekannt für ausgefallene Büros mit Frühstücks-Buffet, Spiel- und Ruhezimmern, und auch weitere Tech-Firmen lockten ihre Angestellten mit schicken Büros und Goodies an.
Nun scheint es, dass IT-Firmen das Gefühl haben, sie müssten – auch nach der Pandemie – die Möglichkeit zum Homeoffice bieten, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Die Möglichkeit, zumindest teilweise zu Hause zu arbeiten, beurteilten auch unsere Leser als Vorteilhaft. Die weite Verbreitung von Homeoffice hat hierzulande Gewerkschaft und Politik auf den Plan gerufen.

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