Orell Füssli übernimmt Mehrheit an Procivis

13. September 2021 um 11:13
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Nach dem letztjährigen Einstieg bei dem E-Gov-Startup kontrolliert es der Buchhändler und Banknotendrucker nun.

Im Zuge der strategischen Weiterentwicklung übernehme man die Kontrollmehrheit an Procivis, teilt Orell Füssli mit. Der Buchhändler und Banknotendrucker hatte bereits im März 2020 die Übernahme einer Minderheitsbeteiligung an dem E-Gov-Startup bekannt gemacht. Ausserdem war damals der Procivis-Verwaltungsrat um 2 Vertreter von Orell Füssli erweitert worden. Konkrete finanzielle Details zu der Transaktion werden aber auch jetzt nicht bekannt gegeben.
Klar ist laut der Meldung jedoch, dass trotz der Mehrheitsübernahme das bisherige Procivis-Management unter CEO Daniel Gasteiger weiterbestehen werde. Auch der Name der 20-köpfigen Firma bleibe und niemand verliere den Job, wird auf Anfrage bestätigt.
Der neue Besitzer begründet den Ausbau des Engagements bei der E-Gov-Firma damit, dass er seine Position im Markt für physische und digitale Identitäts- und Zertifikatslösungen stärken und sich neue Innovations- und Geschäftspotentiale erschliessen wolle. Interaktionen und Prozesse im Geschäfts- und Behördenverkehr finden zunehmend digital statt. Hierfür wolle man künftig "sowohl physische als auch digitale Identitäts- und Zertifikatslösungen aus einer Hand anbieten". Versprochen werden auch Funktionen zur medienbruchfreien Nutzung.
Laut Orell Füssli erfordere die Umsetzung dieser Vorhaben innovative Technologien und spezifische digitale Kompetenzen. Deshalb sei man bereits vor über einem Jahr bei Procivis eingestiegen.
Das 2016 gegründete Startup war 2017 mit seiner E-Government-Plattform auf Blockchain-Basis gestartet und hatte dann den Kanton Schaffhausen als ersten Kunden genannt. Anfang diesen Jahres hat die Stadt Zug ihre mobile E-Gov-Lösung eZug lanciert, die auf der von Procivis entwickelte eID+-Technologie basiert.

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