Im Mai 2024 hat Appenzell Ausserrhoden als erster Schweizer Kanton den elektronischen Lernfahrausweis (eLFA) eingeführt. Bis dahin blieb er
der einzige Kanton. Ab sofort kann ein digitaler Ausweis jetzt auch in Bern, Neuenburg sowie im Wallis und Tessin beantragt werden, teilt der Bund mit.
Ab Ende Jahr soll der eLFA dann in der ganzen Schweiz zur Verfügung stehen. Damit werde auch ein Meilenstein der Strategie "Digitale Verwaltung Schweiz 2024−2027" erreicht. An der Entwicklung beteiligt sind das Bundesamt für Justiz, das Bundesamt für Strassen, das Bundesamt für Informatik, die Vereinigung der Strassenverkehrsämter und die kantonalen Strassenverkehrsämter.
Der eLFA wird von den jeweiligen kantonalen Strassenverkehrsämter ausgestellt und von den Lernfahrerinnen und Lernfahrern
in der Swiyu-Wallet des Bundes auf dem Smartphone gespeichert. Wer den Ausweis vorweisen will, kann dies via QR-Code tun.
Der eLFA ist in der ganzen Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein anerkannt.
Bundesrat Beat Jans betonte in der Mitteilung, "dass der eLFA eine der hoffentlich vielen Anwendungsmöglichkeiten der künftigen Vertrauensinfrastruktur rund um die elektronische Identität sein wird". Pilotprojekte wie der eLFA würden die Entwicklung der E-ID unterstützen. Zusätzlich zur Beantwortung von technischen Fragen würden die Projekte auch Erkenntnisse liefern, wie die Nutzerinnen und Nutzer mit einem digitalen Identitätsnachweis und der Swiyu-App umgehen.
In einem weiteren – vom Bund unabhängigen – Projekt wurde kürzlich auch
ein Prototyp für E-Collecting lanciert. Dieser nutzt ebenfalls die Swiyu-App sowie die Test-E-ID. "Bisher fehlten öffentlich zugängliche Anwendungen der Beta-E-ID. Der Prototyp schliesst diese Lücke und zeigt erstmals konkret, wie die E-ID funktioniert", sagte Mitinitiant Daniel Graf gegenüber inside-it.ch. Mit dem Prototyp sollen das digitale Unterschriftensammeln getestet und in einem nächsten Schritt datensparsame und sichere Prozesse entwickelt werden.