Die 6. European Girls' Olympiad in Informatics fand vom 12. bis 18. Mai in Cesenatico an der italienischen Adriaküste statt. Insgesamt nahmen Teams aus rund 60 Ländern teil, wie es in einer Mitteilung der Schweizer Wissenschafts-Olympiade heisst. Die Schweiz war mit Laetitia Orglmeister, Myriam Faltin, Laetitia Juppin de Fondaumière und Ela Irmak vertreten. Sie hatten sich an der
Schweizer Informatik-Olympiade im März dafür qualifiziert.
An zwei Tagen fanden die jeweils fünfstündigen Prüfungen statt. Die Teilnehmerinnen mussten Algorithmen implementieren, um logische Probleme zu lösen, die jeweils als
Geschichten präsentiert wurden: Wie planen wir die Sitzordnung bei der Schlusszeremonie? Welche Kuchen stellen alle Geburtstagsgäste zufrieden?
Die Teilnehmerinnen erlebten die Hoch- und Tiefgefühle des Jobs hautnah. So beschreibt es Laetitia Sophia: "Es macht vor allem Spass, wenn die Lösung, die man sich ausgedacht hat, dann auch wirklich funktioniert. Wenn es nicht klappt, weil man im Code ein Minuszeichen vergessen hat, ist es hingegen nicht so toll."
Laetitia Sophia und Myriam Faltin konnten in Cesenatico Silbermedaillen holen. Sie seien mit ihren Resultaten nicht ganz zufrieden gewesen, denn sie hätten eine Chance auf Gold gehabt. Laetitia Juppin de Fondaumière dagegen freute sich über ihre Bronzemedaille. Ela Irmak konnte keine Auszeichnung holen, zeigte sich aber trotzdem zufrieden.
Die Teilnehmerinnen bleiben auch in Zukunft an Informatik und Naturwissenschaften interessiert. So werde Ela Irmak nach der Matur an der ETH Zürich Informatik studieren. Die anderen Teilnehmerinnen würden davor noch an weiteren Olympiaden während ihrer Schuljahre teilnehmen.