Firmengründungen im "Crypto Valley" brechen ein

21. Dezember 2022 um 11:03
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Die Party ist wohl vorbei. Foto: Peter Wormstetter / Unsplash

Mit den fallenden Kursen ist auch die Anzahl der Firmen­neu­gründungen rund um Zug zurückgegangen – sogar noch stärker als im Schweizer Durchschnitt.

Die Verwerfungen am Markt mit Kryptowährungen wirken sich deutlich auf die Startup-Szene im "Crypto Valley" aus. Die Anzahl der Neugründungen ging 2022 in der Region laut Startups.ch klar zurück.
Die Katerstimmung am Kryptomarkt habe dafür gesorgt, dass rund um die Stadt Zug, im Vergleich zum Schweizer Durchschnitt, überproportional wenig Jungunternehmen entstanden sind, teilte das Onlineportal mit. Konkret dürfte sich das prozentuale Minus laut einer Hochrechnung der Plattform – basier­end auf Handelsregistereinträgen – bis Ende Jahr auf fast 5% summieren.
Der gesamtschweizerische Durchschnitt dürfte mit insgesamt rund 49'800 neu ins Schweizer Handelsregister eingetragener Firmen bei etwa minus 1,5% zu liegen kommen. Die Bündelung an Krisen treffe die Krypto-Branche in der Schweiz demnach besonders hart.
Für 2023 sei angesichts des unsicheren Umfelds weiterhin mit einer ver­hal­tenen Entwicklung zu rechnen: "Wer einen sicheren und gut bezahlten Job hat, behält diesen in solch unsicheren Zeiten und setzt sich nicht dem Risiko einer Firmengründung aus", sagt dazu Michele Blasucci, CEO von Startups.ch dazu in der Mitteilung.

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