Forterro kauft Proffix Software aus St. Gallen

16. August 2023 um 09:01
image
Oben (v.l.n.r.): Bruce Trewhella, SVP, Mergers & Acquisitions Forterro; Peter Herger, CEO Proffix; Marcus Pannier, President Forterro Central Europe. Unten (v.l.n.r.): Emmanuel Moritz, Vice President M&A Forterro; Baldassare Nastasi, VR, Gründer Proffix; Robert Caduff, VR, Gründer Proffix; Guy Thouin, VR-Präsident Proffix.

Die britische Softwarefirma hat vergangenes Jahr bereits Myfactory übernommen. Nun folgt die Akquisition des St. Galler ERP-Anbieters, der kürzlich sein 20-jähriges Bestehen feierte.

Forterro fährt eine klare Expansionsstrategie. Heute gibt der britische Softwareanbieter die Übernahme von Proffix Software bekannt. Mit dem ERP-Anbieter aus dem sankt-gallischen Wangs ergänze man das Portfolio im KMU-Segment und erhalte Zugang zu einem etablierten Partnernetzwerk sowie zu mehr als 2500 aktiven Kunden im deutschsprachigen Raum, schreibt Forterro in einer Mitteilung.
Zu den finanziellen Details der Übernahme machen die Unternehmen keine Angaben.
Die Akquisition von Proffix sei ein weiterer Schritt in der Expansion von Forterro in der Region Zentraleuropa und unterstreiche das Engagement auf dem Schweizer Markt, heisst es weiter. Forterro ist hierzulande seit der Übernahme von Myfactory vergangenes Jahr präsent. Proffix verfügt neben dem Hauptsitz in Wangs über Niederlassungen in Steinhausen und Wetzikon. Forterro, spezialisert auf Softwarelösungen für KMU, beschäftigt eigenen Angaben zufolge gut 1600 Mitarbeitende an 40 Niederlassungen.

CEO Peter Herger zieht sich zurück

"Ich war immer mit ganzem Herzen Unternehmer und bin sehr stolz darauf, wie wir Proffix als unabhängiges KMU bis heute weiterentwickelt haben", sagt Peter Herger, CEO von Proffix. Mit der zunehmenden Komplexität und dem Tempo der technologischen Entwicklung sei das Unternehmen aber zusehends an seine Grenzen gestossen, fügt er an. Deshalb habe man entschieden, einen strategischen Partner an Bord zu holen.
Proffix wurde 2001 gegründet und zahlt rund 50 Mitarbeitende. Seit der Gründung ist Peter Herger CEO des ERP-Anbieters. Er werde die Übergangsperiode begleiten und sich danach aus dem Unternehmen zurückziehen, so die Mitteilung.
Die beiden Proffix-Mitgründer Baldassare Nastasi und Robert Caduff werden als Teil des Forterro-Teams an Bord bleiben. Ebenfalls im neuen Unternehmen verbleibt Jürg Danuser. Er ist seit 2017 CTO und wird auch künftig den Bereich ERP-Softwareentwicklung verantworten. Auch er betont die Vorteile eines "starken Partners", mit dem das Wachstum und die Cloud-Transformation der Produkte beschleunigt werden könnten.

Loading

Mehr erfahren

Mehr zum Thema

image

BSI kauft österreichisches Fintech

Mit der Übernahme von Riskine will der Schweizer Softwarehersteller im Ausland weiter Fuss fassen. In Österreich entsteht ein neuer Standort.

publiziert am 15.5.2024
image

Meta gibt seinen Slack-Konkurrenten Workplace auf

Einst hegte der US-Konzern grosse Pläne für den Kollaborationsdienst, in zwei Jahren ist aber Schluss. Meta will sich auf KI und das Metaverse fokussieren.

publiziert am 15.5.2024
image

Adnovum-Umsatz stagniert

Das Schweizer Software-Unternehmen hat trotzdem wieder zusätzliches Personal eingestellt und meldet eine hohe Nachfrage im Security-Bereich.

publiziert am 15.5.2024
image

AWS und Microsoft investieren Milliarden in Europa

Es fliessen viele Big-Tech-Milliarden nach Deutschland und Frankreich. Auch die Schweiz geht nicht leer aus.

publiziert am 15.5.2024