GM gibt Robotaxi Cruise auf

11. Dezember 2024 um 10:18
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Foto: Cruise

Der Automobilkonzern steigt aus dem verlust­reichen Robotaxi-Geschäft aus. Entlassungen sind wahrscheinlich.

General Motors will den Anbieter autonomer Taxis Cruise nicht mehr finanzieren. Man werde das verlustreiche Geschäft einstellen und die Teams und Technologie in jene Gruppe des Mutterhauses integrieren, die sich mit Fahrerassistenztechnologien beschäftigt, kündigte der Autokonzern an.
"Angesichts des beträchtlichen Zeit- und Kostenaufwands, der für den Aufbau eines Robotaxi-Geschäfts in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Markt erforderlich ist, wäre eine Bündelung der Kräfte effizienter", sagte GM-CEO Mary Barra laut 'Reuters' in einer Telefonkonferenz mit Investoren.
Es sei wahrscheinlich, dass der Schritt von GM zu Entlassungen bei Cruise führen werde, auch wenn im Moment noch keine angekündigt seien, schreibt 'The Verge'. Auch gegenüber 'Techcrunch' sagen Angestellte, dass sie Entlassungen erwarten. Klar ist derzeit, dass die Tests von Cruise in Arizona und Texas pausiert werden, während GM die nächsten Schritte konkretisiert.
Der Autohersteller, der 90% der Cruise-Anteile besitzt, hat seit der Übernahme im Jahr 2016 rund 10 Milliarden Dollar in das Unternehmen investiert, erklärte Konzernchefin Barra. Eine Robotaxi-Flotte zu betreiben, sei nicht das Kerngeschäft von GM, gleichzeitig seien die Kosten "signifikant", fügte sie an. Erst vor wenigen Monaten kündigte der Automobilkonzern noch an, Cruise mit einer weiteren Finanzspritze über 850 Millionen Dollar zu unterstützen. Damit gewinne man Zeit, um strategische Überlegungen zur Zukunft von Cruise abzuschliessen, hiess es damals.

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