Google entlässt in Zürich 250 Mitarbeitende

15. März 2023 um 08:08
letzte Aktualisierung: 21. März 2023 um 16:04
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Einer der Standorte von Google Zürich.

5% der Angestellten von Google Zürich müssen gehen. Der Konzern hat Betroffene informiert.

Im Januar kündigte Google den weltweiten Stellenabbau an: 12'000 Jobs wurden gestrichen, was rund 6% der Belegschaft entspricht.
Nun ist klar, dass die Sorgen der Zürcher Belegschaft nicht unberechtigt waren. Auch die Schweiz ist vom Stellenabbau betroffen. Wie wir aus Zoogler-Kreisen erfahren haben, verlieren 250 Mitarbeitende ihre Stelle. Das sind rund 5% aller 5000 Angestellten von Google in Zürich. Der hiesige Stellenabbau ist also leicht tiefer als der globale.
Heute bestätigt ein Google-Sprecher, dass die entsprechende Konsultationsphase in der Schweiz abgeschlossen ist und die betroffenen Mitarbeitenden informiert wurden.
Welche Rollen vom Stellenabbau betroffen sind, war bis dato nicht zu erfahren. Auf Twitter schreibt der Autor und ehemalige Uber- und Skype-Mitarbeiter Gergely Orosz, dass wahrscheinlich auch Software-Entwicklerinnen und -Entwickler dazugehören. Weiter ist auf Linkedin von Security Engineers, Threat Intel Engineers, Program Managern und technischen Program Managern die Rede. Ausserdem spart Google Zürich beim geplanten Büroausbau – entsprechende Pläne wurden trotz vorliegender Baubewilligung auf Eis gelegt.

Mitarbeitende wollten freiwillig auf Lohn verzichten, um Abbau zu verhindern

Wie 'Reuters' berichtet, kam es am Mittwochmorgen erneut zu einem Walkout, an dem "hunderte von Google-Mitarbeitenden" teilgenommen haben. Die Nachrichtenagentur zitiert einen Vertreter der Gewerkschaft Syndicom, der sagte, mehr als 2000 Mitarbeitende hätten angeboten, ihre Löhne und Arbeitszeiten zu reduzieren, um einen Stellenabbau zu verhindern. Doch Google lehnte diesen Vorschlag offenbar ab.
Laut Syndicom fordern die Google-Angestellten vom Konzern, Alternativen zum Personalabbau zu prüfen. Seien Entlassungen nicht vermeidbar, solle ein guter Sozialplan die Folgen für die Betroffenen minimieren. Besonders hart treffen würde es Nicht-EU-Bürgerinnen und -Bürger, deren Aufenthaltsrecht in der Schweiz bei einer Entlassung erlischt, so die Gewerkschaft.
Auch Mitte Februar hatten 250 Mitarbeitende von Google Zürich gegen die damals noch nicht offiziell angekündigten Entlassungen protestiert – gegen den "Missbrauch ihres Vertrauens". Google hatte damals die Konsultation mit der Arbeitnehmervertretung bestätigt, die nun abgeschlossen wurde.
Update 12 Uhr: Abschnitte zum neuerlichen Walkout von Mitarbeitenden und deren Forderungen hinzugefügt. 16 Uhr: Weitere betroffene Rollen ergänzt.

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