Harsche GPK-Kritik am Berner Citysoftnet-Projekt

17. Dezember 2024 um 15:29
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Foto: Pfüderi / Pixabay

"Nicht akzeptabel": Die GPK bemängelt Fehler und Versäumnisse. Es habe der politische Wille gefehlt, Verantwortung zu übernehmen.

Die Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Berner Stadtrats hat nach der missglückten Einführung der Informatikplattform Citysoftnet konkrete Konsequenzen vom Gemeinderat gefordert. Nicht zuletzt habe lange der politische Wille gefehlt, Verantwortung zu übernehmen.
Dies sei, zusammen mit den Fehlern und Versäumnissen in dem Projekt "nicht akzeptabel", schreibt die GPK in einer Mitteilung.
Nachkredite in Millionenhöhe (der neuste davon erst vor wenigen Tagen) und bis heute nicht vollständig abgebaute Pendenzen seien die Folgen der Fehler in dem Projekt. Dazu kommen laut Geschäftsprüfungskommission viele Kündigungen und Krankschreibungen in den betroffenen Ämtern sowie ein grosser Reputationsschaden.
Zuhanden des neu gewählten Gemeinderats will die GPK als nächstes Empfehlungen formulieren. Citysoftnet ist eine Fallführungssoftware, die im Juni 2023 im Berner Sozialamt und im Amt für Erwachsenen- und Kindesschutz (EKS) eingeführt wurde. Zürich und Basel, die ebenfalls am Projekt beteiligt sind, wollen die gleiche Software im Laufe des Jahres 2025 einführen.
Gerade hat das mit der Softwareentwicklung beauftragte Unternehmen Emineo einen freihändigen Zuschlag über 4,7 Millionen Franken erhalten, um im Laufe des Projekts aufgetauchte Zusatzanforderungen und Änderungswünsche abzudecken. (Mit Material von Keystone-sda)


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