IBM will mit Hashicorp-Übernahme das Software-Business ankurbeln

25. April 2024 um 10:41
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IBM-CEO Arvind Krishna. Foto: IBM

Mit dem 6,4 Milliarden Dollar schweren Deal erweitert "Big Blue" sein Portfolio für das Management von Multi-Cloud-Umgebungen. Gleichzeitig enttäuscht IBM mit seinem Quartalsergebnis.

In den vergangenen Jahren hat IBM seinen Fokus darauf gerichtet, IT-Abteilungen bei der Verwaltung komplexer Umgebungen zu unterstützen. Dazu kaufte IBM 2019 Red Hat und vergangenes Jahr Apptio. Nun folgt der Cloud-Management-Anbieter Hashicorp, wie "Big Blue" bekannt gibt. Laut einer Mitteilung beabsichtigt IBM 35 Dollar pro Aktie zu bezahlen, womit Hashi mit 6,4 Milliarden Dollar bewertet wird.
IBM geht davon aus, dass die Transaktion bis Ende 2024 abgeschlossen sein wird. Die Übernahme werde sich im ersten vollen Jahr nach Abschluss positiv auf den bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auswirken und im zweiten Jahr nach Abschluss der Transaktion positiv auf den freien Cashflow, so die Mitteilung.

Management von Hybrid-Cloud-Umgebungen

"Wir haben Hashicorp mit der Mission gegründet, Cloud-Automatisierung in einer Multi-Cloud-Welt zu ermöglichen. Heute bin ich unglaublich stolz auf alles, was wir gemeinsam erreicht haben", schreibt Armon Dadgar, Mitgründer der Firma, in einer Mitteilung zum Verkauf. Das 2012 gegründete Unternehmen mit Hauptsitz in San Francisco bietet eine Reihe Cloud-Lifecycle-Management- und Sicherheitstools.
Die Technologie ergänze das Red-Hat-Portfolio, schreibt IBM. "Unternehmen haben mit einer beispiellosen Expansion von Infrastrukturen und Anwendungen in Public und Private Clouds zu kämpfen", so CEO Arvind Krishna. Die Technologie von Hashicorp helfe, die Komplexität der heutigen Infrastrukturen und den Applikationswildwuchs zu bewältigen. Die Kombination des Portfolios beider Unternehmen biete Kunden umfassende Funktionen für das Management von Applikations-, Infrastruktur- und Security-Lebenszyklen.
Obwohl die Hashi-Technologie das Red-Hat-Portfolio ergänzt, wird das Unternehmen nicht dort eingegliedert. Hashicorp soll in den IBM-Software-Bereich integriert werden. Entsprechend werde CEO Dave McJannet an Rob Thomas, den für Software zuständigen Senior Vice President von IBM, berichten.

Potenzial durch globale Reichweite

Gemäss IBM-CFO Jim Kavanaugh ist Hashicorp hauptsächlich in den USA tätig. Aufgrund der globalen Reichweite und Präsenz von IBM in vielen grossen Unternehmen hält der CFO Wachstumschancen für offensichtlich. Zudem sieht IBM Potenzial im Security-Angebot von Hashicorp.
Gleichzeitig gab der Konzern die Ergebnisse des vergangenen Quartals bekannt. Der Umsatz legte um 1% auf 14,5 Milliarden zu, was unter den Erwartungen der Analysten lag. Überdurchschnittlich gewachsen ist die Softwaresparte. Der Gewinn stieg von 934 Millionen Dollar im Vorjahr auf 1,6 Milliarden Dollar.

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