Intel hat eine Vereinbarung über den Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung an Altera getroffen. Laut Mitteilung übernimmt das US-Investmentunternehmen Silver Lake eine 51%-Beteiligung. Die Transaktion bewertet den FPGA-Spezialisten (Field-Programmable Gate Array) mit 8,75 Milliarden US-Dollar. Demnach bezahlt Silver Lake 4,46 Milliarden Dollar für die Beteiligung.
2015 hatte Intel das einstige Partnerunternehmen aus Kalifornien für 16,7 Milliarden Dollar ganz übernommen. Altera stellt programmierbare Chips her, die für verschiedene Zwecke von Telekommunikationsgeräten bis zum Militär eingesetzt werden können. Im letzten Jahr hatte der Konzern angekündigt, dass er das Unternehmen als eigenständige Einheit ausgliedern und Anteile verkaufen wolle.
Intel will gemäss Mitteilung die restlichen 49% des Altera-Geschäfts weiterhin besitzen und könne so "am zukünftigen Erfolg von Altera teilhaben und sich gleichzeitig
auf sein Kerngeschäft konzentrieren".
"Die heutige Ankündigung spiegelt unser Engagement wider, unseren Fokus zu schärfen, unsere Kostenstruktur zu senken und unsere Bilanz zu stärken“, sagte
der neue Intel-CEO Lip-Bu Tan in der Mitteilung. Altera mache weiterhin Fortschritte bei der Neupositionierung seines Produktportfolios, um in den "am schnellsten wachsenden und profitabelsten Segmenten des FPGA-Marktes" zu partizipieren.
Im Jahr 2024 erwirtschaftete Altera einen Umsatz von 1,54 Milliarden US-Dollar und verzeichnete einen Betriebsverlust von 615 Millionen Dollar. Raghib Hussain, ehemals bei Marvell, wird mit Wirkung zum 5. Mai die Nachfolge von Sandra Rivera als CEO von Altera antreten. Der Abschluss der Transaktion wird für die zweite Jahreshälfte erwartet.