Jetzt muss sich der Bundesrat zu Klara äussern

13. Juni 2022 um 08:45
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Foto: Jason Rosewell / Unsplash

Die Klara-Übernahme der Schweizerischen Post beschäftigt nun auch die Regierung.

In den anderthalb Jahren seitdem die Schweizer Post die Mehrheit am Software-Startup Klara übernommen hatte, ist einiges passiert. Unter anderem hatte Abacus gegen die Post und Klara geklagt und unverzügliche Massnahmen gefordert. Klara selbst hat die Vorwürfe zurückgewiesen und gesagt, dass die Übernahme zu keinem überdurchschnittlichen Wachstum geführt hätte.
Nun muss sich der Bundesrat zur Akquise äussern. In einer Interpellation mit dem etwas reisserischen Titel "Klara – ist dem Bundesrat klar, was hier abgeht?", fordert der Aargauer FDP-Nationalrat Matthias Jauslin die Regierung dazu auf, sich zu positionieren. Jauslins Meinung in der Sache ist indes offensichtlich: Er fragt, was der Bundesrat unternehme, "um dieses neue Geschäftsmodell der Post zu unterbinden" und "inwieweit damit das Kartellrecht geritzt werde".
Zudem will Jauslin wissen, ob der Bundesrat von der Wettbewerbskommission informiert worden sei und was die Regierung zum Umstand sage, dass die privaten Teilhaber von Klara gegenüber den Aktionären der Konkurrenz massiv privilegiert würden.
Damit muss sich also nebst der Wettbewerbskommission auch der Bundesrat zur Klara-Akquise der Post äussern.

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