Das Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB) wird die Nachfolgelösung zu SAP IS-H von T-Systems implementieren. SAP hatte 2022 erklärt, das System für das Patientenmanagement nicht mehr weiterentwickeln zu wollen. Die Lösung IS-H wird nur noch bis 2030 Support erhalten.
Daraufhin haben T-Systems und
Swisscom erklärt, Nachfolgelösungen für die Spitalsoftware anbieten zu wollen – auch für den Schweizer Markt. Mit der Deadline bis 2030 hätte das UKBB zwar noch einige Jahre Zeit. "Mit der frühzeitigen Entscheidung für einen Implementierungspartner sichern sich betroffene Einrichtungen Ressourcen und beugen so Engpässen bei der Implementierung vor", sagt Jürgen Graalfs, Product Owner SAP IS-H bei T-Systems Schweiz dazu.
Eine komplett neue Lösung steht für das UKBB nicht zur Debatte, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Dies würde "beträchtliche personelle und finanzielle Ressourcen" erfordern, so der ICT-Verantwortliche des Spitals in der Mitteilung. Denn im UKBB stünden ohnehin noch andere Aufgaben im SAP-Bereich an.
Gemäss der Mitteilung will T-System den IS-H-Nachfolger für S/4Hana-Umgebungen entwickeln. Im Laufe des ersten Halbjahres 2024 soll es erste Einblicke in die neue Lösung geben, so der IT-Dienstleister. 2025 soll dann ein Nachfolger bereitstehen, wie es in einer
früheren Mitteilung hiess.
IS-H von SAP basiert auf dem ERP-System SAP ECC, das von S/4Hana abgelöst wird. Im Zuge dieser Ablösung haben die Walldorfer beschlossen, die Patientenmanagement-Lösung aufzugeben. Für das Produkt sei viel Branchen-Know-how nötig, selbst sei man aber im klassischen ERP-Bereich stark. Man wolle deshalb auf spezialisierte Partner setzen,
so das Unternehmen.