Eine Reihe von europäischen Tech- und Online-Firmen hat einen offenen Brief unterzeichnet, in dem sie Big-Tech vorwerfen, nicht genug zu tun, um effektiv mit ihnen zusammenzuarbeiten. Hintergrund ist der Digital Markets Act (DMA) der EU, der
Ende letzten Jahres in Kraft getreten ist. Die Regulierung sieht vor, dass die von der EU als Gatekeeper klassifizierten Tech-Giganten bestimmte Vorgaben umsetzen.
So müssen
Alphabet, Amazon, Microsoft und Co. in bestimmten Situationen die Interoperabilität ihrer Dienste sicherstellen oder Nutzern ermöglichen, einen Service eines Drittanbieters auch ausserhalb der Gatekeeper-Plattform zu beziehen. Letzteres betrifft beispielsweise die App-Stores
Den Brief haben gemäss einem Bericht von 'CNBC' gut 20 Unternehmen unterzeichnet, darunter der holländische Onlinemarktplatz OLX, das norwegische Online- und Medienunternehmen Schibsted oder der französische Suchmaschinen-Anbieter Qwant. Sie fordern die EU-Kommission und das Europäische Parlament auf, "alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um sicherzustellen, dass die Gatekeeper Wortlaut und Geist des DMA einhalten",
zitiert die Newsplattform aus dem Schreiben.
Dialog gefordert
Die Gatekeeper haben noch bis zum 7. März Zeit, um die Vorgaben der EU umzusetzen. Im Brief heisst es gemäss Bericht weiter, dass derzeit Unternehmen und Verbraucher weitgehend "im Dunkeln darüber gelassen" werden, was nach dieser Deadline passiert.
Die Unterzeichner, zu denen neben den Unternehmen auch Branchenverbände gehören, fordern die "Gatekeeper dringend dazu auf, so schnell wie möglich mit Geschäftsanwendern und anderen Interessengruppen wie Unternehmens- und Verbraucherverbänden in einen konstruktiven Dialog zu treten und bei den vorgeschlagenen Compliance-Lösungen rasch Fortschritte zu erzielen."