Der Umsatz von Kudelski stieg im vergangenen Geschäftsjahr zwar um 6,4% auf 761,5 Millionen Dollar, wie das Unternehmen mitteilte. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) sank aber trotz der Umsatzsteigerung um 15,6% auf noch 28,7 Millionen Dollar.
Unter dem Strich rutschte Kudelski noch tiefer in die roten Zahlen. Das Unternehmen schrieb einen Verlust von 24,5 Millionen Dollar –
mehr als im Vorjahr (-16,3 Millionen). Wenig überraschend will der Verwaltungsrat deshalb erneut auf eine Dividende verzichten.
Cybersichersicherheit und IoT hat zugelegt
In den Bereichen Cybersicherheit und Internet der Dinge (IoT) konnte Kudelski hingegen zulegen. Der Netto-Umsatz im Cybersecurity-Business erhöhte sich klar auf 119,3 Millionen Dollar (2022: 109,3 Mio). Der Umsatz im IoT-Segment verdreifachte sich auf 47,4 Millionen US-Dollar. Damit ist das Segment aber noch vergleichsweise klein.
Auch in der Zugangssparte, die Eintrittskontrollen für Flughäfen, Einkaufszentren, Skilifte oder Stadien anbietet (kurz: Skidata), stieg der Umsatz um 16,5% auf 326,4 Millionen. Das Engagement von Skidata im digitalen Bereich habe positive Ergebnisse gezeigt, betonte Kudelski.
Liquidität schaffen durch Skidata-Verkauf
Doch die Zeit von Skidata im Schosse von Kudelski dürfte nun vorbei sein. Denn: Die Gruppe muss im September 2024 eine Anleihe in Höhe von 145,9 Millionen zurückzahlen. Und wie Kudelski in der Mitteilung weiter schreibt, soll die dafür nötige Liquidität durch den Verkauf von Skidata generiert werden. Damit verkauft der Konzern sein Tafelsilber für die Schuldenrückzahlung.
Die Bank Goldman Sachs sei als Berater für den Verkauf von Skidata engagiert worden. Sollte sich der Verkauf verzögern, werde man nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten suchen, so Kudelski. Die Gruppe beabsichtige jedoch, den Verkauf von Skidata vor dem Fälligkeitsdatum der Anleihe abzuschliessen. Zuletzt hatte Kudelski seine
Anteile am TV-Software-Anbieter iWedia abgestossen.