Luzern verzichtet auf eine eigene E-ID

25. April 2024 um 10:13
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Foto: Joshua Kettle / Unsplash+

Der Kanton hat seinen neuen Onlineschalter gestartet. Für das Login wird aber nicht auf eine private E-ID-Lösung gesetzt.

Seit dem 24. April ist der neue Onlineschalter my.lu.ch für Bevölkerung und Unternehmen in Betrieb. Das Projekt des Kantons Luzern und des Verbands Luzerner Gemeinden will zahlreiche elektronische Dienstleistungen auf einer Website bündeln.
"Zum Start befindet sich eine Auswahl von kantonalen Dienstleistungen auf dem Portal", teilt das zuständige Finanzdepartement mit. Das Angebot werde über die kommenden Monate stetig ausgebaut, auch erste Gemeindeservices sollen eingebunden werden. Der Testbetrieb läuft vorerst über drei Jahre.

SwissID und Agov-Login im Einsatz

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Login für my.lu.ch.
Weil für den Bezug entsprechender Leistungen eine digitale Identifikation nötig ist, hatte der Kanton ursprünglich geplant, als Login für my.lu.ch eine eigene private E-ID einzusetzen. Diese sollte übergangsweise für maximal 5 Jahre in Betrieb sein. Begründet wurde dies auch damit, dass eine eidgenössische staatliche E-ID noch nicht verfügbar ist. Eine enstprechende Beschaffung wurde auch bereits gestartet.
Doch darauf wird jetzt verzichtet. Wie Finanzdirektor Reto Wyss laut 'Luzerner Zeitung' (Paywall) an einer Medienkonferenz ausführte, setzt der Kanton auf bereits vorhandene Lösungen. Benötigt wird entweder ein SwissID-Login oder der Authentifizierungsdienst der Schweizer Behörden (Agov). Dieser startete Anfang Jahr in den ersten Pilotkantonen für den elektronischen Verkehr mit den Behörden.

Datenschützer ist zufrieden

Man habe sehr gerne auf diese öffentliche Lösung gewechselt, sagte Wyss. "Wir haben die Sicherheitsbedenken der Bevölkerung ernst genommen und eng mit dem kantonalen Datenschützer gearbeitet, um die Vorgaben zu erfüllen."
Der Datenschutzbeauftragte Matthias Schönbächler zeigte sich gegenüber der Zeitung zufrieden mit der jetzigen Umsetzung. "Der Kanton hat seine Hausaufgaben beim Thema Datenschutz gemacht. Die neue Plattform ist ein richtiger und wichtiger Schritt, um den Behördengang zu digitalisieren und zu vereinfachen", so Schönbächler.

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