Gestern, am 14. Dezember, fielen international viele Services von Google aus. Fast eine Stunde waren etwa Google Drive, Gmail und Google Calendar
für Dutzende von Millionen User weltweit nicht zu erreichen. Laut der Status-Page von Google wurden weltweit sowohl die Google Cloud Platform als auch Google Workspace für 50 Minuten in Mitleidschaft gezogen.
Nun bietet Google eine erste Erklärung für den Riesenausfall: Probleme mit Storage. Das klingt für einen Hyperscaler eigenartig. Und es ist auch etwas komplizierter, wie auf der Statusseite dokumentiert ist.
Demnach hat das Tool, das den Authentifizierungs-Systemen automatisch Speicherkontingente zuweist, nicht korrekt funktioniert. Nachdem die Authentifizierungs-Systeme die Speichergrenze erreicht hätten, habe das Tool diesen nicht automatisch mehr Platz zugewiesen.
Die Folge: Die Authentifizierungs-Systeme fanden keinen freien Speicher mehr und versagten ihren Dienst. Worauf man nicht mehr auf die Dienste zugreifen konnte, für die man sich authentifizieren musste. Betroffen waren demnach auch Services, die nicht von Google selbst angeboten werden, aber auf deren Authentifizierung setzen.
Einige Kunden, die bereits angemeldet waren, konnten aber offenbar weiterarbeiten. Und auch etwa Google-Cloud-Kunde Spotify habe normal funktioniert, wie uns Wabion schreibt.
Es gibt Indizien, die diese Erklärung stützen. Wer etwa im Inkognito-Modus des Browsers auf Youtube – das mit Account nicht zu erreichen war – zugegriffen habe, der habe kein Problem gehabt, berichtet 'India Today'. Der anonyme Zugriff ohne eigenes Konto muss nicht erst vom Google-Tool abgesegnet werden. Dieser Quasi-Workaround funktionierte aber natürlich nicht für jene Dienste, für welche man einen Account benötigt.
Zu diesen zählen auch smarte Geräte die über Google Assistant angesteuert werden. Offenbar fielen Nest-Lautsprecher, intelligente Lampen, intelligente Lichtschalter und Sicherheitskameras für kurze Zeit aus, wie
'India Today' weiter berichtet. Demnach sassen mancherorts Menschen im Dunkeln.
Die interne Untersuchung des Vorfalls "Google Cloud Infrastructure Components Incident 20013", wie er von Google getauft wurde, laufen derzeit. Der Konzern will nach Abschluss die Resultate vorlegen.