Im Rahmen des Programms zur Umsetzung der IKT-Strategie des Kantons Zürich wird eine standardisierte Grundversorgung aufgebaut. Nun sei das Vorhaben einen entscheidenden Schritt weiter, schreibt der Kanton. Die Regierung hat nach einer Ausschreibung im Dezember 2019 die Zuschläge für einige damit zusammenhängende Aufträge erteilt. Das Volumen beläuft sich auf insgesamt über 100 Millionen Franken.
Die Aufwendungen verteilen sich laut einer Mitteilung des Kantons auf 8 Jahre. Die Verträge werden vorerst für 4 beziehungsweise 5 Jahre abgeschlossen und können bei Bedarf verlängert werden.
Abraxas liefert HP-Hardware für den Arbeitsplatz
Das grösste Los betrifft die Hardware-Beschaffung und die Projektleitung für den digitalen Arbeitsplatz (DAP). Für diesen Auftrag sind 2 Angebote eingegangen.
Der Zuschlag wurde an Abraxas erteilt und beläuft sich auf knapp 51 Millionen Franken inklusive Reserven. Zum Einsatz kommt Hardware von HP, sagt uns August Danz, zuständiger Programmleiter im Amt für Informatik. Man setze auf erprobte Hard- und Softwarekomponenten für einen modernen Arbeitsplatz.
Die Vergabe umfasst den Kauf der Hardware sowie Projektleistungen für die Einführung des neuen Arbeitsplatzes. Der Betrieb ist nicht Teil des Zuschlags; mit diesem hat der Regierungsrat das Amt für Informatik (AFI) beauftragt.
Das zweite Los beinhaltet mobile Geräte sowie Projekt- und Betriebsleistungen. Es sind vier Angebote eingegangen. Der Zuschlag über 6 Millionen Franken geht an Go4Mobile. Der Auftrag umfasst den Bezug von Mobilgeräten, Bereitstellung und Betrieb einer Enterprise-Mobility-Management-Lösung sowie Projektleistungen. Eingesetzt werde eine Lösung von MobileIron, wie Danz auf Anfrage ergänzt.
Das dritte Los betrifft die Ablösung der bestehenden Telefonielösung inklusive Geräte wie Headsets und Konferenzgeräte, sowie Projektleistungen. Fünf Angebote sind dafür eingegangen. Swisspro Solutions erhielt den Zuschlag über 21,7 Millionen Franken. Swisspro habe mit einer Lösung von Unify offeriert, so das AFI.
Temporäre RZs werden aufgebaut
Teil der kantonalen ICT-Strategie ist auch die Konsolidierung auf künftig maximal zwei Rechenzentren. Diese befinden sich derzeit noch im Bau und sollten spätestens 2022 bezugsbereit sein, führt Danz aus. In der Zwischenzeit baue man für die Services, die intern betrieben werden, temporäre RZs auf. Ziel sei es später, die installierte Hardware einfach in die neuen RZs bringen zu können.
Der Zuschlag für den
Aufbau der Backend-Infrastruktur wurde an UMB erteilt. Er beläuft sich auf 37,9 Millionen Franken, inklusive Reserven. Für diese Ausschreibung sind 7 Angebote eingegangen. Der Auftrag umfasst die Zusammenfassung der Services und Applikationen auf künftig maximal zwei Rechenzentren mit Lieferung der entsprechenden Hardware, schreibt der Kanton.
Zentralisierung ist Teil der neuen IKT-Strategie
Der Kanton Zürich hat im Rahmen seiner 2018 verabschiedeten IT-Strategie das neue AFI geschaffen. Das
Amt stellt die IKT-Grundversorgung sicher und verantwortet daneben den Betrieb eines Security Operation Centers sowie das Qualitäts-, Risiko- und Finanz-Controlling. Zur Grundversorgung gehören neben dem IT-Arbeitsplatz auch ein zentraler Service-Desk als First-Level-Support, der technische Betrieb der Fach- und Kantonsapplikationen sowie der Basisdienste, wie der Kanton 2018 erklärte.