Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) haben drei Lieferanten für Mobilgeräte gefunden. In einer
Ausschreibung war die Bahn auf der Suche nach Anbietern für bis zu 100'000 Mobiltelefone und 40'000 Tablets. Zwischen 2020 und 2025 wurden die
Geräte von Interdiscount bezogen, der neue Auftrag über weitere fünf Jahre wurde an dessen Muttergesellschaft Coop sowie Mobilezone und Schaefer vergeben.
Für den Coop-Konzern wird weiterhin Interdiscount die Lieferung der Mobiltelefone und Tablets übernehmen, wie uns eine Sprecherin telefonisch mitteilte. In der Ausschreibung ist zwar die Muttergesellschaft als Zuschlagsempfängerin gelistet, dies liegt jedoch daran, dass der Elektronikhändler über keine eigene UID-Nummer verfügt, die für die Teilnahme an der Ausschreibung zwingend war.
Die Preisspanne für die Zuschläge bewegt sich von 72,5 Millionen (Coop/Interdiscount) bis 76,9 Millionen Franken (Mobilezone). Laut den Ausschreibungsunterlagen haben sich insgesamt sechs Unternehmen um den Auftrag beworben. Für die Vergabe besonders gewichtet wurde der Preis (65%). Weitere Faktoren waren die Marge (20%) und verschiedene Kriterien zur Nachhaltigkeit (15%). Genauer begründet wurde der Entscheid nicht.
Die drei gewählten Anbieter sollen die SBB jetzt "in dem volatilen Markt der Mobiltelefone und Tablets adäquat mit einer grossen Produkte- und Markenpalette beliefern". Dazu schliesst die Bahn mit jedem Zuschlagsempfänger einen Rahmenvertrag ab und vergibt die einzelnen Bestellungen jeweils in Mini-Tender-Verfahren, bei denen das beste Angebot der drei Anbieter ausgewählt wird.
Update, 16 Uhr: Der Firmenname von Schaefer wurde angepasst.
Update 18.2.: Im ursprünglichen Artikel wurde geschrieben, dass Interdiscount den Auftrag an Coop verloren hat. Interdiscount wird die SBB aber weiterhin mit Geräten beliefern. Allerdings mussste sich Coop als Muttergesellschaft für die Ausschreibung bewerben.