Die Erneuerung des digitalen Behördenschalters Easygov ist offenbar auf einem guten Weg. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) und der IT-Dienstleister Adesso Schweiz berichten vom erfolgreichen Abschluss der ersten Entwicklungsphase. Neu existiere ein Minimum Viable Product (MVP) des Portals.
Adesso hatte im Rahmen einer
öffentlichen Ausschreibung mehrere Zuschläge vom Seco für den
Umbau der bestehenden Easygov-Plattform erhalten. Ein Zuschlag betraf die Einführung einer Low-Code-Plattform, auf der Behörden ihre digitalen Dienstleistungen auch ohne tiefe Programmierkenntnisse selbst entwickeln können. Neben Adesso hatten Elca und Greenfield Technology mit Offerten zwischen 30 und 63,4 Millionen Franken die Zuschläge erhalten.
Portal für bis zu 400 Behördenservices
Im Anschluss an die Zuschläge im Februar hatte das Seco im Mini-Tender-Verfahren dann offenbar Adesso für die Umsetzungsphase von Easygov 2.0 ausgewählt. Die Phase sei im Sommer 2026 gestartet worden, heisst es nun seitens des IT-Dienstleisters.
Mit der Entwicklung des MVP wollen Seco und Adesso nun die vereinbarten Ziele erreicht haben. "Die Qualität der geleisteten Arbeit, das Engagement des Adesso-Teams und die konstruktive Zusammenarbeit haben wesentlich dazu beigetragen, dass wir diesen Meilenstein erfolgreich erreichen konnten", lässt sich Reto Fahrni, Leiter des Ressorts E-Government für KMU beim Seco, in der Mitteilung zitieren.
Für die Projektpartner beginne nun die nächste Etappe: die Umsetzung von Easygov 2.0. Dafür sollen zunächst 63 bestehende Behördenservices schrittweise in die neue Plattform integriert werden. Das Fernziel sei es, rund 400 Leistungen bereitzustellen. Der Ausschreibung zufolge ist der Go-live für den Herbst 2027 geplant.