Softwareone hat im ersten Halbjahr 2023 den Umsatz nur leicht steigern können. An seinen Zielen für das Gesamtjahr hält das Unternehmen jedoch fest. Eine neue Strategie soll das Wachstum unterstützen.
In den Monaten Januar bis Juni 2023 steigerte der Stanser IT-Dienstleister seinen Umsatz um 2,9% auf 506,8 Millionen Franken, wie der Konzern mitteilt. Wachstumsmotor war demnach vor allem das Segment Software & Cloud Services, das um 5,8% zulegen konnte. Dagegen fiel das Wachstum im Bereich Solutions & Services mit lediglich 0,7% deutlich schwächer aus. Vor allem negative Währungseinflüsse haben das Ergebnis stark belastet. In konstanten Währungen hätte das Umsatzplus bei 8,5% gelegen, heisst es.
Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) blieb stabil. Die Stanser weisen 111,7 Millionen Franken (117,9 Millionen im Vorjahreszeitraum) aus. Unter dem Strich resultierte indes ein deutlich geringerer Periodengewinn von 50,1 Millionen Franken, nach 63,9 Millionen im Vorjahreszeitraum.
Neues Sparprogramm aufgelegt
"Ignite, Focus, Accelerate" baue auf dem bestehenden Operational-Excellence-Programm auf. Mit diesem habe SoftwareOne bis Mitte 2023 Einsparungen in der Höhe von 8 Millionen Franken realisieren können.
"Mit Blick auf die jährlichen Kosteneinsparungen sind wir weiterhin fest entschlossen, unser Ziel von 50 Millionen Franken bis zum nächsten Jahr zu erreichen", sagte Finanzchef Rodolfo Savitzky.
Verkauf steht im Raum
Als "Reaktion auf das neue Angebot und in Anbetracht der Fortschritte" sei eine Prüfung aller potenziellen strategischen Optionen im besten Interesse des Unternehmens und seiner Aktionäre, schreibt Softwareone. Dazu gehöre die Frage, ob die Gesellschaft als börsenkotiertes Unternehmen weitergeführt werden soll. Auch die Möglichkeiten eines Verkaufs oder einer Fusion sollen geprüft werden. Dabei wird eine Diskussion mit Bain Capital nicht generell ausgeschlossen, wie der Mitteilung zu entnehmen ist.