Toshiba-Aufspaltung noch keineswegs in trockenen Tüchern

11. März 2022 um 11:46
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Grosse Aktionäre wollen dem an der Hauptversammlung zu beschliessenden Umbauplan des japanischen Konzerns nicht zustimmen.

Nachdem Hauptaktionär Effissimo Capital Management aus Singapur (rund 10% der Anteile an Toshiba) hat nun auch der amerikanische Hedge-Fund Farallon Capital Management (rund 6% der Anteile) angekündigt, an der Hauptversammlung vom 24. März gegen die vom Management favorisierte Aufspaltung des japanischen Konzerns zu stimmen.
Ende letzten Jahres gab Toshiba den Plan bekannt, sich in 3 separate Unternehmen aufspalten zu wollen. Das Verfahren sei vom Verwaltungsrat genehmigt, hiess es damals. Anfang Februar wurden dann eine überarbeitete Version des Plans zur Aufspaltung vorgelegt. Der umfasste nun ein Zweispaltung des Unternehmens. Demnach soll nur noch das Devices-Geschäft ausgliedert werden. Zuvor war vorgesehen, dass auch das Infrastruktur-Business vom Geschäft mit Harddisks und Halbleitern getrennt wird.
Schon zur Begründung des neuen Plans schrieb 'Reuters' unter Berufung auf Investorenkreise, dass damit lediglich die Zustimmung von etwas mehr als der Hälfte der Aktionäre erforderlich sei, während zuvor eine Zweidrittelmehrheit nötig gewesen wäre.
Inzwischen hat der Streit um den Umbau von Toshiba auf die Führungsebene durchgeschlagen und Konzern-Chef Satoshi Tsunakawa verlässt mit anderen Spitzenmanagern das Unternehmen. Gleichwohl wurde noch letzte Woche betont, dass der Plan zur Aufspaltung weiterverfolgt werde.
Zum sich immer deutlicher formierenden Widerstand der Aktionäre schreibt die Nachrichtenagentur, dass die Aufspaltung in zwei Firmen mittel- bis langfristig dem Unternehmenswert schaden könne. Zwar sei die Abspaltung dem Status quo überlegen. Doch berge die Umsetzung Risiken. Die Aufspaltung sei nicht zwangsläufig einer Privatisierung überlegen, zitiert 'Reuters' den Aktionärsberater ISS.

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