US-Behörde will Activision-Übernahme durch Microsoft verhindern

9. Dezember 2022 um 08:03
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Foto: Matt Seymour / Unsplash

Microsofts grösste Akquisition der Firmengeschichte gerät immer mehr unter Druck. Die US-Handelsaufsicht FTC hat Klage gegen die Übernahme eingereicht.

Die rund 69 Milliarden Dollar teure Übernahme des Videospielherstellers Activision Blizzard durch Microsoft gerät immer stärker in Gefahr. Die Federal Trade Commission (FTC) hat, wie vor zwei Wochen durchsickerte, nun eine kartellrechtliche Klage gegen die geplante Akquise eingereicht. Diese würde Microsoft zu viel Marktmacht verschaffen und dem Wettbewerb im Geschäft rund um Spielkonsolen wie der Xbox schaden, teilt die Handelsaufsichtsbehörde mit.
Die Unternehmen stehen weiter zu dem Milliarden-Deal. "Wir begrüssen die Gelegenheit, unseren Fall vor Gericht zu präsentieren", erklärte Microsoft-Manager Brad Smith in einem Statement gegenüber US-Medien. Sein Konzern habe weiterhin "volles Vertrauen" in die Übernahme. Microsoft habe sich vom ersten Tag an mit Wettbewerbsbedenken auseinandergesetzt und der FTC Zugeständnisse angeboten.

Im Januar angekündigt

Microsoft und Activision Blizzard hatten den Mega-Deal im Januar angekündigt. Microsoft wollte sich damit beliebte Videospiele vwie "Call of Duty", "Overwatch" und "Candy Crush" sichern. Der Konzern, der die Xbox-Plattform betreibt, hat bereits andere Spielestudios mit bekannten Titeln wie "Doom" und "Minecraft" unter seinem Dach und würde die Marktposition mit seiner bislang grössten Übernahme noch einmal deutlich stärken.

Mit Widerstand gerechnet

Experten hatten bereits mit Widerstand der FTC gegen die Übernahme gerechnet. Der milliardenschwere Deal wird auch von den Wettbewerbshütern in Grossbritannien und der Europäischen Union untersucht. Im November erst hatte die EU-Kommission die Befürchtung geäussert, dass Microsoft durch die Übernahme den Zugang zu Spielen für Konkurrenten und deren Konsolen einschränken könnte. Auch könnten sich die Bedingungen für die Nutzer dadurch verschlechtern.

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