USA wollen mit 280 Milliarden die Chip-Produktion ankurbeln

10. August 2022, 08:29
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Präsident Biden verkündet die Unterzeichnung des "Chips and Science Act". Screenshot: The White House / Youtube

Präsident Biden unterzeichnete ein entsprechendes Gesetzespaket. Mit den Fördergeldern soll die Abhängigkeit von Asien reduziert werden.

Die USA wollen die heimische Chip-Produktion mit insgesamt mehr als 280 Milliarden Dollar fördern. Ein entsprechendes Gesetzespaket zur Förderung der Halbleiterfertigung unterzeichnete US-Präsident Joe Biden am 9. August.
Mit dem Gesetz wollen die USA ihre Abhängigkeit von der Chip-Produktion in Asien verringern. Unter anderem in Taiwan befinden sich grosse Fertigungskapazitäten – angesichts der Spannungen mit China macht sich die US-Politik Sorgen um die Versorgungssicherheit.
Bei der Unterzeichnung des Gesetzes, zu der auch Branchenvertreter geladen waren, sagte Biden in Washington: "So viele von Ihnen haben jahrelang wichtige Investitionen gefordert, die in diesem Gesetzentwurf enthalten sind. (...) Sie stehen dafür, dass wir besser als jede andere Nation der Welt in der Lage sind, den wirtschaftlichen Wettbewerb des 21. Jahrhunderts zu gewinnen."
Das Branchen-Schwergewicht Micron hatte zuvor angekündigt, Milliarden in die Speicherchip-Fertigung in den USA stecken. Bis Ende des Jahrzehnts sollen in mehreren Stufen 40 Milliarden Dollar investiert werden. Die Firma verwies ausdrücklich auf die Subventionen aus dem "Chips and Science Act". Bei Micron sollen dabei 5000 Jobs entstehen.
Die EU verfolgt indes ähnliche Pläne. Mit dem EU-Chips-Act soll die Halbleiterproduktion sowie Forschung gefördert werden. Ausserdem soll mit einer Allianz der grössten heimischen Chiphersteller verhindert werden, dass Europa von anderen Regionen wie Asien oder Amerika abgehängt wird.

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